MG wäre bei den Olympischen Spielen 2032 dabei

Rhein Ruhr City 2032: Land legte Konzeptpapier vor/ 14 Kommunen vereint

„Es liegt auf der Hand, dass sich Mönchengladbach mit seinem modernen Hockeystadion, in dem unter anderem 2006 die Hockey-WM ausgetragen wurde, als Standort für ein eventuelles olympisches Hockeyturnier anbietet. Dass Mönchengladbach, zugleich Sitz des Deutschen Hockey Bundes, neben seiner Borussia sportliche Großveranstaltungen dieser Art „kann“, hat die Sportstadt erst jetzt bei der Tour de France bewiesen“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der gestern bei  der Präsentation des Konzeptpapiers in Düsseldorf durch Ministerpräsident Armin Laschet und die Initiatoren um Michael Mronz gemeinsam mit den Spitzenvertretern der beteiligten Kommunen dabei war. Die Stadt Mönchengladbach ist eine von 14 Kommunen, in denen das größte Sportereignis der Welt nach Vorstellung der Initiatoren und der Landesregierung in 14 Jahren stattfinden soll.  

In dem 182 Seiten umfassenden Konzeptpapier werden zunächst die Sportarten und Disziplinen der Olympischen Spiele betrachtet. Mönchengladbach wäre, sollte es zu einer möglichen Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele, mit dem Sparkassenpark im Nordpark für die Sportart Hockey gesetzt.  Ministerpräsident Armin Laschet sagte: „Fast genau neun Monate nach der ersten Vorstellung freue ich mich sehr über das nun vorliegende und ausgearbeitete Konzept der Initiative zu Rhein Ruhr City 2032. Olympische und Paralympische Spiele können für Nordrhein-Westfalen eine einmalige Chance darstellen, uns als gastfreundliches und weltoffenes Sportland zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass eine Bewerbung dann erfolgreich sein kann, wenn der Sport und der nachhaltige Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt stehen, fernab jeder Gigantomanie. Zudem kann durch Olympische und Paralympische Spiele die Attraktivität und Aktivität in zukunftsträchtigen Wirtschaftsfeldern gesteigert werden, wie im Bereich der Mobilität oder der Digitalisierung. Wir wollen die Dynamik einer Olympia-Bewerbung zur Mobilisierung im Rahmen der Ruhr-Konferenz und beim Strukturwandel im Rheinischen Revier nutzen. Das würde am Ende dem gesamten Land nutzen.    

Über 80 Prozent der benötigten Sportstätten und Veranstaltungsorte sind heute schon an den 14 Standorten vorhanden. Über 640.000 Zuschauer können zeitgleich in den derzeit vorhandenen Arenen und Stadien der Region Rhein-Ruhr Platz nehmen und über 115.000 Hotelbetten können in der Region als Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden. Ein einmaliger Standortvorteil in Europa.  

Im Mittelpunkt steht für die Rhein Ruhr City-Initiatoren jedoch etwas Übergeordnetes: Olympische und Paralympische Spiele sollen nicht als Leuchtturmprojekt dienen. Vielmehr zeigt das Konzept Ideenansätze auf, wie Olympische Spiele in der Region mit einer ausgewogenen Kosten-Nutzen-Relation einen konkreten und zukunftsweisenden Mehrwert für die Menschen in der Region mit sich bringen, die über den Rahmen der Spiele sichtbar und erlebbar sind. Durch das Sportstättenkonzept der Rhein Ruhr City ist es laut Initiatoren bereits gelungen, unter den beteiligten Kommunen ein neues Wir-Denken zu erzeugen.  

In der Metropolregion Rhein-Ruhr leben über zehn Millionen Menschen. Sie ist damit die fünftgrößte Metropolregion Europas. Über 500.000 Studenten studieren an den hiesigen Hochschulen, das bedeutet ein Potential von 500.000 Geschäftsideen. „Die Region Rhein-Ruhr als Verbund zu verstehen, schafft ein Klima für Innovation und Investition wie es die Region, die heute Silicon Valley genannt wird, erfolgreich etabliert hat. Mit Olympischen Spielen als überregionalem und gemeinschaftlichem Projekt ist eine Beschleunigung von Investitionen in Kernthemen der Zukunft wie vernetzte Mobilität und Digitalisierung für das Rhein-Ruhr Gebiet und ganz NRW möglich“, erklärte Mronz.