„MG bekommt einen weiteren Global Player“

  • OB Hans Wilhelm Reiners zur Ankündigung von Amazon, sich im Gewerbegebiet Rheindahlen niederzulassen
  • Lärmschutz für angrenzende Wohngebiete und Anpassung in Infrastruktur vorgesehen

„Über die Entscheidung von Amazon für Mönchengladbach freue ich mich sehr – nicht zuletzt mit Blick auf die angekündigten 1.000 neuen Arbeitsplätze, die es in Rheindahlen geben wird. Mit Amazon kommt ein weiterer Global Player nach Mönchengladbach. Diese Ansiedlung unterstreicht den Stellenwert des Wirtschaftsstandortes im nationalen und internationalen Raum. Die Entscheidung des Unternehmens passt in den Lauf, den die Stadt mit der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt derzeit hat. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Mönchengladbach nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen werden“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners auf die heutige Ankündigung des Unternehmens, sich im Gewerbegebiet Rheindahlen anzusiedeln. Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der stadteigenen Tochtergesellschaft WFMG, sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass der Run auf die Gewerbeflächen am Ort weiter anhält: “Wir freuen uns, dass Amazon sein Netzwerk mit dem Standort Mönchengladbach weiter ausbaut. Das Projekt fügt sich sehr gut in unsere Digitalisierungsstrategie ein, die in den nächsten Jahren im Fokus stehen wird.“

Das Gewerbegebiet zwischen der Erkelenzer Straße und der B57, in dem sich bereits Unternehmen wie die Deutsche BP, Rhenus Lub und Ixocon angesiedelt haben, umfasst eine Fläche von 60.000 Quadratmeter, die 2016 über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt (WFMG) an den Projektentwickler Ixocon veräußert wurden. Mit der bereits erworbenen Fläche umfasst das gesamte Areal rund 120.000 Quadratmeter. Mit einer Gesamtnutzfläche von 140.000 Quadratmetern handelt es sich um das größte Logistikzentrum von Amazon deutschlandweit. Ixocon übernimmt zugleich in Vorleistung die Gebietserschließung im Gewerbegebiet und ermöglicht dadurch auch die Möglichkeit für weitere Gewerbeansiedlungen auf den restlichen Grundstücken ab 8.000 Quadratmeter. Als Zielgruppe fasst die EWMG Produktionsbetriebe, aber auch örtlich ansässige Unternehmen mit Expansionsbestrebungen ins Auge.

Nach der erteilten Baugenehmigung Ende 2017, einer vorab durchgeführten Kampfmitteluntersuchung durch die Stadt und einer archäologischen Untersuchung durch den Projektentwickler, geht das Projekt nun in die Umsetzung. Ein zwingend notwendiger Baustein dabei sind entsprechende Lärmschutzmaßnahmen für die angrenzenden Wohngebiete. Aus diesem Grund wird nach umfangreichen Voruntersuchungen das Gebäude so ausgerichtet, dass möglichst viel Schall in Richtung der Umgehungsstraße gelenkt werden soll und dadurch die gültigen Richtwerte für den Lärmschutz eingehalten werden.

Auf dem Gelände entsteht ein innovativer, technisch neuartiger Gebäudekörper, der für Deutschland eine Signalwirkung haben wird. Er soll symbolisch zeigen, welche Entwicklungen in der Logistikbranche in den nächsten Jahren zu erwarten sind. Konkrete Informationen dazu sollen in Kürze im Rahmen des Bauprozesses folgen.

Darüber hinaus sind für die zusätzlichen Verkehre durch die Mitarbeiter und Anlieferungen Anpassungen und Verbesserungen in den Straßen, die das Gewerbegebiet erschließen, notwendig. Diese sollen bis zur Vollaufnahme des Betriebes umgesetzt sein. Konkret wird die Abbiegespur in die B 57 erweitert und zahlreiche Knotenpunkte und Ampelschaltungen überprüft, angepasst oder erweitert. Im Laufe der Betriebsaufnahme ist zudem eine Messung der tatsächlichen Belastung vorgesehen, die gegebenenfalls zu weiteren Maßnahmen führen kann. (pmg/sp)