Mehr Attraktivität duch „Grünes Band“ und „Innovation Valley“

Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft ist an Fördermitteln dran

In der letzten Sitzung des Umweltausschusses informierte Volker Mielchen, seit Oktober Geschäftsführer des Ende 2017 gegründeten Zweckverbandes Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler, über das erste Geschäftsjahr und geplante Aktivitäten des Zweckverbandes im neuen Jahr. Der Zweckverband mit Sitz in Kuckum vertritt die Interessen bei den Regionalplanungen in Düsseldorf und Köln und beteiligt sich an der Aufstellung des Braunkohleplans Garzweiler II. Gegründet wurde er von den Städten Mönchengladbach und Erkelenz sowie den Gemeinden Jüchen und Titz. "Die Arbeit des Zweckverbandes hat im vergangenen Jahr dazu geführt, dass unser Verband eine hohe Aufmerksamkeit bekommt und in politischen wie auch in Fachgremien aufgrund seines Zusammenschlusses als wichtiger und handlungsfähiger Partner in der Region wahrgenommen wird. Das Konzept des Zweckverbands bindet sich in das regionale Denken ein und verfolgt eine konsequente Planung für die Zukunft ", erklärt Stadtdirektor und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin, der in der konstituierenden Sitzung Ende 2017 zum Verbandsvorsteher gewählt wurde. "Mit Spannung haben wir die Ergebnisse der Strukturkommission erwartet. Entsprechend der Ergebnisse werden die Kommunen und der Zweckverband sich sehr schnell aufstellen müssen! Beide stehen in Anbetracht der aus Berlin zu erwartenden Strukturförderung vor der Herausforderung, kurzfristig weitere Projekte zu definieren, das Drehbuch fortzuschreiben und Förderanträge zu stellen", so Bonin weiter.

Ziel des kommunalen Zweckverbandes ist es, die Aktivitäten der Mitgliedskommunen zu koordinieren und Kräfte zu bündeln. "Mit diesem Verband haben wir die Möglichkeit, die Entwicklung vor allem im südlichen Bereich Mönchengladbachs voranzubringen und vorhandene Fördergelder aus dem Sofortprogramm Strukturhilfen ins Stadtgebiet zu holen", so Bonin im Umweltausschuss. Zwei Förderanträge zur Entwicklung von Leitbildern für das "Grüne Band" und für das "Innovation Valley" wurden bereits von der Bezirksregierung Köln genehmigt und werden 2019 durchgeführt. In einem ersten Schritt soll ein Leitbild entwickelt werden, wie der Tagebau mit einem vielgestaltigen Freiraumsystem "eingepackt" werden kann. Die Infrastruktur in und zwischen den betroffenen Orten soll wiederhergestellt und modernisiert werden. "Dieses Band schafft mit bekannten Elementen und Strukturen eine grüne Infrastruktur. Der Tagebau wird an seinen Schwellen als Attraktion inszeniert und bildet durch landwirtschaftlich genutzte Felder, Freizeitnutzungen und Parklandschaften eine Attraktion in der Region", so Mielchen. Bis ins Frühjahr verteilt, wird es in jeder Kommune im Bereich des künftigen "Grünen Bandes" erste Maßnahmen geben, die die Radwege- und Grünverbindung begleitet von essbaren Pflanzen sichtbar machen wird.

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