Landwirte bieten Blühpatenschaften an

Die Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach stellte neue Aktion im Umweltausschuss vor

 

 

Die Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach will eine Patenschaftsaktion für Blühstreifen ins Leben rufen, um den Umwelt- und Artenschutz zu unterstützen. 
Die Stadt begrüßt diese Aktion ausdrücklich: "Sie ergänzt in hervorragender Weise die Fülle an Blühmaßnahmen, die bereits im bebauten Gebiet realisiert wurden und bildet eine Fortsetzung des Konzeptes Blühendes Mönchengladbach. 
Es wäre schön, wenn viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Firmen und Initiativen Blühpaten werden. Gemeinsam können wir so ein vernetztes Angebot im Sinne der Biodiversität und der Schaffung von Lebensräumen für Insekten schaffen", 
so Stadtdirektor und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin. 
Die Verwaltung wird das Projekt bewerben und Patenschilder zur Verfügung stellen.

Insekten spielen eine wichtige Rolle für ein funktionierendes Ökosystem. 
Um das empfindliche Gleichgewicht zu stützen, haben die Landwirte im Bereich Neuss-Mönchengladbach im vergangenen Jahr über 160 Hektar Blühflächen angelegt. 
Bei einer Breite von fünf Metern ergeben sich so Blühstreifen in einer Gesamtlänge von 320 Kilometern. "Aber viel mehr können wir selbst nicht schaffen. 
Schließlich müssen wir die Flächen auch für unsere Produktion nutzen", 
so Wolfgang Wappenschmidt, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach, der die Aktion in der letzten Sitzung des Umweltausschusses gemeinsam mit Dr. Juliane Wahode und Peter Herzogenrath präsentierte.

Viele Bürgerinnen und Bürger wollen sich für den Schutz von Insekten einsetzen. 
Hier setzt die Aktion "Blühpatenschaften" an. Für einen bestimmten Betrag können Interessierte in diesem Jahr erstmals eine entsprechende Blühfläche finanzieren. 
Die Landwirte säen auf dieser Fläche Anfang Mai eine Mischung aus blühenden Pflanzen aus der Region ein und übernehmen auch die Pflege bis zum Herbst. 
"Diese Blühflächen dienen Insekten als Lebensraum und Weide. 
Auch viele Feldvogelarten und Niederwild finden so einen geeigneten Lebensraum", betont Barbara Weinthal, Fachbereichsleiterin Umwelt. Eine Reihe von Landwirten hat bereits ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert. Weitere Landwirte sollen auf den Winterversammlungen der Bauernschaft dazukommen.

In Kürze werden alle Interessierten auf einer Homepage die Möglichkeit haben, 
eine Patenfläche in ihrer Nähe zu finden und sich so vor Ort über den Zustand ihrer Fläche zu informieren. Zusätzlich sollen sie regelmäßig über das Internet informiert werden, eine Patenurkunde erhalten und - falls gewünscht - auf Schildern an der Fläche namentlich genannt werden. Der offizielle Start der Aktion "Blühpatenschaften der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach" ist für Februar vorgesehen.

Die Übernahme eines Kostenrahmens von 4.000 bis 5.000 Euro für eine entsprechende Beschilderung ist aus dem Gesamtansatz für das Projekt Blühendes Mönchengladbach ohne Aufstockung möglich. "Wir sind derzeit im Gespräch mit Politik und Verwaltungen in den Kommunen, mit Jägern und Imkern und erfahren viel Zustimmung und Unterstützung für unsere Initiative", so Wolfgang Wappenschmidt.

Dr. Gregor Bonin kündigte an, dass die Stadt sich im Rahmen der Aktion 
"blühendes Mönchengladbach" zusätzlich zur Kostenbeteiligung an den Schildern auch mit der Übernahme einer Patenschaft in gut sichtbarer Größenordnung beteiligen wird.