Kooperationsvertrag zwischen Kreisbau und Franz-Meyers-Gymnasium

Wenn Schule und Wirtschaft gegenseitig voneinander profitieren: Kreisbau und Franz-Meyers-Gymnasium gehen nicht nur mit positivem Beispiel voran, sondern können schon auf langjährige positive Erfahrung in der Zusammenarbeit zurückblicken.

Wenn man an Kooperationen von Schule und Wirtschaft denkt, liegen als erstes Praktika oder andere Berufsorientierungsangebote nahe. Bei der Kooperation des Franz-Meyers-Gymnasiums und der städtischen Kreisbau geht die Kooperation aber noch weit darüber hinaus. So unterstützt der Schulsanitätsdienst des Franz-Meyers-Gymnasiums zum Beispiel die Kreisbau dabei ihre Mitarbeiter in der Ersten Hilfe zu schulen. Mitarbeiter der Kreisbau unterstützen wiederum Schüler bei Kunstprojekten bzw. geben Anregungen dabei, wie Architektur in den Kunstunterricht mit einfließen kann.

Doch auch bei der Berufsorientierung profitieren beide davon. So erleben Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in Unternehmensbesuchen oder Praktika den Arbeitsalltag hautnah und kommen mit Auszubildenden aber auch der "Chefetage" ins Gespräch. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen die Möglichkeit Ausbildungsberufe vorzustellen und "Fachkräfte für morgen" zu finden. Letztlich profitieren also immer beide Seiten, sagt der Vorstandsvorsitzende Hans-Jürgen Meisen: "Die Kooperation mit dem Franz-Meyers- Gymnasium gibt es bereits seit rund drei Jahrzehnten und es ist wirklich eine Win-Win-Situation auf allen Ebenen. So mussten wir zum Beispiel noch nie eine Ausbildungsstelle ausschreiben. Nach Praktika haben wir Schüler oder die Schüler uns angesprochen und es war immer von Vorteil, dass man sich schon kannte und wusste, ob es passt."

Jetzt haben beide Seiten diese Kooperation auch schriftlich für die Zukunft festgehalten. Dies freut auch den Schulleiter des Franz-Meyers-Gymnasiums Armin Bruder: "Kontakte zu Unternehmen und zur Wirtschaft waren lange Zeit nicht die Stärke eines Gymnasiums. Doch das wird immer mehr eingefordert. Gerade in Bezug auf die Berufsorientierung sind dort gute verlässliche Partner besonders wichtig. Gerade von Herrn Meisen gab es da von Seiten der Kreisbau her immer eine hohe Affinität auch zu unserer Arbeit und wir freuen uns, dass dies auch so weitergelebt wird." Dabei gibt es auch neue Ideen, wie sich die Kooperation in Zukunft weiter gestalten kann, erklärt Meisen: " So wird die ehemalige Friedenskirche in Rheydt, die von uns in eine Wohnkirche umgebaut wurde, auch im Religionsunterricht thematisiert."

Eine weitere Idee ist es, dass nicht nur Schüler in den Arbeitsalltag der Kreisbau reinschnuppern können, sondern auch Lehrer. "Etwas, das sicherlich einige unserer Lehrer gerne einmal in Anspruch nehmen. Dann lässt sich sicherlich die Begeisterung der Schüler, die das schon einmal gemacht machen, noch eher nachvollziehen und es gibt noch einmal einen frischen Blick", so Bruder.

Für Meisen ist klar, dass er auch als Pensionär noch die Kooperation unterstützen wird. Doch das Projekt findet im Haus noch weitere Unterstützer: Auch Christian Heinen vom Vorstand der Kreisbau, Berno Hamacher, Technischer Leiter und Susanne Reiß, Prokuristin, sind bei der Kooperation aktiv dabei.

Erst jüngst hat Hamacher zwei Schülerinnen zwei Bauprojekte der Kreisbau gezeigt: "Dabei habe ich den beiden auf der einen Seite unsere Pläne und Arbeiten erklärt, interessant war aber auch, die Perspektive der beiden zu hören. Da fiel dann zum Beispiel auch auf, wo vielleicht noch eine Lampe fehlt, weil sonst ein Angstraum entsteht oder wie sie sich eine erste Wohnung vorstellen. Also auch wir lernen bei diesen Schülerbesuchen dazu"

Während eine solche Kooperation nicht auf mehrere Schulen übertragbar wäre, so ist die Kreisbau generell aber auch für andere Schüler offen, erklärt Meisen: "So etwas ist nicht beliebig ausbaubar, aber wir bieten Schülerpraktika durchaus für Schüler aller Schulen an. Auch bei Bewerbungstrainings unterstützen wir gerne. Wenn es möglich ist, bringen wir uns ein." In diesem Punkt haben beide Seiten auch die Hoffnung, dass eine solche oder eine ähnliche Kooperation auch ein Beispiel für weitere Unternehmen und Schulen sein kann, da beide Seiten auch in ihre Zukunft investieren.