Kommunale Schulsozialarbeit soll fortgeführt werden

Die Arbeit der 17 städtischen Schulsoziarbeiterinnen und -sozialarbeiter soll auch im kommenden Jahr fortgeführt werden, wenn das Land NRW sich weiter wie geplant an der Finanzierung beteiligt. Das schlägt der Jugendhilfeausschuss einstimmig dem Stadtrat vor.

Schwerpunkt der Arbeit an den Schulen ist die Betreuung einzelner Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. In der Schulsozialarbeit werden Probleme bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt bekannt und lassen sich vielfach auch rechtzeitig lösen.

Schulschwierigkeiten, Schulversagen, Verweigerung, Konflikte mit Mitschülern, Lehrkräften oder den Eltern sind die Hauptgründe, die zu einer Beratung der Schülerinnen und Schüler und oder ihrer Eltern führen. Oft weisen Lehrer die Fachkräfte auf die Schülerinnen oder Schüler hin, die aus ihrer Sicht Unterstützungsbedarf haben. Mit der Schulsozialarbeit wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, bei dem das gesamte Familiensystem in den Blick genommen wird. Im vergangenen Jahr wurden rund 12.500 Beratungsgespräche mit Eltern geführt.

Die Vermittlung von Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes gehört auch zu den Aufgaben der Schulsozialarbeiter. Sie beraten die Eltern über die Angebote und helfen beim Ausfüllen der Anträge - etwa für Zuschüsse zu Klassenfahrten oder die Mittagsverpflegung. Mehr als 1.100 Familien wurden im vergangenen Jahr dabei unterstützt. Hinzu kommen Veranstaltungen und Projekte, die mit den Schülern durchgeführt werden.

Außerdem ist die kommunale Schulsozialarbeit ein wichtiger Baustein der präventiven Arbeit in den Stadtteilen. Die Fachkräfte können vertrauensvolle Beziehungen zu den Familien aufbauen und diese in präventive Angebote wie Sprachkurse, Erziehungs- und Bildungskurse, Elterncafés etc.) einbinden. Gesteuert wird die kommunale Schulsozialarbeit vom Jugendamt.

Trotz der Projektbefristung sind die städtischen Schulsozialarbeiter bereits seit 2018 unbefristet beschäftigt. Die Kosten für die Fortführung der Schulsozialarbeit im Umfang von 17 Vollzeitstellen schätzt die Stadtverwaltung auf rund 975.000 Euro. Unter der Voraussetzung, dass die in Aussicht gestellte Landeszuweisung gewährt wird, liegt der Eigenanteil der Stadt Mönchengladbach bei rund 355.000 Euro.