Karstadt-Belegschaft kämpft für Erhalt des Standorts

Mit einer Aktion am 8. Juli starteten die Beschäftigten Gegenwehr gegen die Pläne zur Schließung von Karstadt in Rheydt.

Die Filiale der Galeria Karstadt Kaufhof-Gruppe in Rheydt soll noch in diesem Jahr geschlossen werden. Diese Entscheidung der Unternehmensleitung wollen die Beschäftigten des Traditionskaufhauses nicht ohne Gegenwehr hinnehmen.

Betriebsrat und Belegschaft haben sich am Mittwoch, 8. Juli, mit einer ersten Aktion an die Öffentlichkeit gewandt, um auf die Konsequenzen einer Schließung hinzuweisen. Betriebsratsvorsitzende Denise Poschmann richtete an das Management die Forderung nach einem Konzept, das nicht darauf basiert, Häuser zu schließen und damit auch Innenstädte zu zerstören. Gleichzeitig wurden Mönchengladbachs Oberbürgermeister und die verantwortlichen Politiker der Stadt Mönchengladbach aufgefordert, sich für den Erhalt des Hauses einzusetzen.

Dem Auftakt schloss sich ein Demonstrationszug durch die Rheydter Innenstadt an, an dem neben Karstadt-Beschäftigten auch Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und Bürgerinnen und Bürger aus dem Quartier teilnahmen. Beim Abschluss vor dem Karstadt-Gebäude sprach Bürgermeister Ulrich Elsen seine Unterstützung aus. Er wies vor allem auch auf die positiven Entwicklungen in der Rheydter Innenstadt hin, z. B. die Neugestaltung des Marktes, sowie auf die belebenden Impulse, die durch den Rathaus-Neubau zu erwarten seien.

Weitere Aktionen sind für alle Markttage am Mittwoch und Samstag im Juli geplant. Treffpunkt ist jeweils um 10 Uhr am Karstadt-Eingang am Rheydter Markt.