Kanalverlegung und energetische Sanierung des NEW-Verwaltungssitzes

Das Thema Gebäudesanierung ist ein wesentlicher Bestandteil des Klimapakets der Bundesregierung. Laut aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes machten im vergangenen Jahr unsanierte Gebäude einen Anteil von 13,5 Prozent am deutschen Treibhausgas-Ausstoß aus. Auch das Hauptgebäude der NEW-Verwaltung an der Odenkirchener Straße ist in die Jahre gekommen und wird ab Frühjahr energetisch saniert.

Alle Fensterbänder in den Büros werden mit Dreifach-Verglasung und einem integrierten Sonnenschutz ausgestattet. Insgesamt werden 382 Fenster und zwei Treppenhausfassaden mit einer Fläche von rund 230 Quadratmetern getauscht. Mit diesen Maßnahmen werden rund 81 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Bevor die Gerüste für die Sanierung aufgebaut werden können, müssen auf dem Gelände insgesamt 37 Bäume gerodet werden, die nach Abschluss der Maßnahmen wieder aufgeforstet werden. "Mit Rücksicht auf die Nist- und Brutzeiten werden die Bäume auf der Grünfläche noch vor März gerodet", erklärt Kai Werner, zuständig für Umbauten bei der NEW.

Ein Teil der Bäume steht auf einem Wall hinter dem Verwaltungsgebäude. In dieser Fläche wird ein neuer Abwasserkanal gebaut, der das Außengelände vor Überflutung bei Starkregen schützt. Aufgrund der großen Dichte an Leitungen in der firmeneigenen Straße, kann der Kanal nur in den Hügel neben der Straße verlegt werden. Der neue Abwasserkanal staut bei Großregenereignissen das Regenwasser zurück, um es verzögert ins Netz abzugeben. Der Kanal hat eine Länge von 37 Metern und einen Durchmesser von 2,60 Metern.

Mit dem Bau des neuen Kanals muss zeitnah begonnen werden, damit dieser vor der Eröffnung eines weiteren Gebäudes auf dem Betriebsgelände fertig ist. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für den Herbst terminiert. Der dritte Grund für die Rodungsarbeiten ist die Sanierung der begrünten Dachfläche der Tiefgarage, aufgrund von Undichtigkeiten. Nach Beendigung der Baumaßnahmen werden insgesamt 41 neue Bäume gepflanzt.