Jugendliche gründen Graffiti Arbeitskreis

Das von der Stadt Mönchengladbach geförderte Projekt wird vom SKM Rheydt durchgeführt

Vor wenigen Tagen haben Jugendliche und junge Erwachsene bei einem ersten Treffen im SKM Rheydt des "Arbeitskreis Graffiti Junior" gegründet. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von zwölf bis zwanzig Jahren sind zusammen gekommen um sich für die Legalisierung von Graffitiflächen in Mönchengladbach einzusetzen. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Mönchengladbach aus dem Förderprogramm "Wohnumfeldverbesserung bei bürgerlichem Engagement". Weitere Kooperationspartner sind mags und die ADFC Ortsgruppe Rheydt.

Geleitet wird das Team von Heike Kox, der Kulturpädagogin in der Kinder- und Jugendhilfe des SKM Rheydt. Unterstützt wird sie von vier ehrenamtlichen Helfern, die alle zwischen 18 und 20 Jahre alt sind. Die motivierten jungen Sprayer verfolgen den Wunsch, Graffitikunst jungen Leuten näher zu bringen und Gladbach zu verschönern. Zwei von ihnen haben sich schon im Projekt "Graffiti 1" beteiligt. Damals wurde das Jugendzentrum STEP in Mönchengladbach mit interaktiven, temporären Graffiti umgestaltet, die die Passanten zum Fotografieren einluden. An diesen Erfolg anknüpfend sollen jetzt im Folgeprojekt die nötige Arbeitsfläche geschaffen werden.

Mit dabei sind auch mehrere Jugendlichen im Alter von 12-16 Jahren, die zum Teil auch schon Erfahrung mit der Dose gemacht haben. "Graffiti? Das hat mich schon immer interessiert." - Der Satz war beim ersten Treffen mehr als einmal zu hören. Graffiti fallen auf und sind längst aus dem urbanen Erscheinungsbild nicht mehr weg zu denken - mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen.

Ein Ziel des Projekts: Eine Webseite zu bauen, auf der legale Wände publiziert und auch die darauf entstandenen Werke gezeigt werden. So sollen Alternativen zum illegalen Sprayen geboten werden, damit diese Kunst zukünftig nur noch positiv auffällt. Der Arbeitskreis Graffiti Junior erstellt die Texte und Grafiken für die Seite und diskutiert über die Regeln für das Nutzen von Wänden.

Zunächst musste allerdings ein offizieller Projektname gefunden werden: Er lautet "Graffiti 2 - Halls of Fame". Mit diesem Titel wird die Website von der Zielgruppe schnell gefunden, sind die Jugendlichen sicher.

Auch an einem Logo für das Projekt wurde schon intensiv gearbeitet. Nachdem sich jetzt beim ersten Treffen alle kennen gelernt haben, wird das Team Mitte Juli erneut zusammen kommen und gemeinsam mit anderen Schülern erste Erfahrung mit der Dose machen. Gemeinsam sollen erste Kunstwerke erstellt werden um alle mehr mit dem Projekt zu verbinden. Außerdem auch um zu dem Zeitpunkt, wenn die erste legale Wand zur Verfügung steht, diese geübt einweihen zu können. Alle sind motiviert und freuen sich darauf, Mönchengladbach schöner und bunter zu machen mit dem Ziel, Graffiti von den Stellen, wo es Menschen stört an die Stellen zu verlagern, an denen es Menschen begeistern kann. Gerne werden Vorschläge für geeignete Stellen entgegengenommen.

Ansprechpartnerin beim SKM Rheydt e.V. für das Projekt "Graffiti 2 - Halls of Fame" ist Heike Kox, E-Mail: h.kox@skm-ry.de