Jugend musiziert 2020 – schon die Teilnahme ein Gewinn

Insgesamt 247 Schülerinnen und Schüler der beiden Musikschulen Mönchengladbach und aus dem Kreis Viersen stellen sich am Wochenende dem Regionalwettbewerb "Jugend musiziert". Einige werden als Solisten auftreten. Möglich ist das in diesem Jahr in den Kategorien Klavier, Harfe, Gitarre (Pop), Gesang und Drum-Set (Pop). 
Im Ensemble sind sowohl Streicher als auch Bläser vertreten. 
Auch Akkordeonensembles werden vom 7. bis zum 9. Februar im Haus der Erholung zu hören sein. Los geht es am Freitag, 7. Februar, um 13 Uhr mit der Solowertung Drum Set im Carl-Orff-Saal der Musikschule an der Lüpertzender Straße 83. 
Am Samstag und Sonntag wird dann jeweils ab 9 Uhr im Haus Erholung, in drei verschiedenen Räumen musiziert. Einige Schülerinnen und Schüler der beiden Musikschulen hat Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners im Rathaus Abtei begrüßt. Er ist Schirmherr des Regionalwettbewerbs: "An diese jungen Talente konnte ich leider nie ran reichen, aber ich finde es nach wir vor toll, wenn sich gerade Jugendliche für Musik begeistern und hoffe, auch beim Abschlusskonzert wieder dabei sein zu können." Und wie er verrät, überlegt er nach seiner Amtszeit gerne auch wieder selber musikalisch aktiv zu werden. Obwohl es nur noch wenige Tage bis zu dem Wettbewerb sind, hält sich die Aufregung bei den meisten noch in Grenzen. 
Eine gute Vorbereitung im Unterricht, aber auch einige Konzerte vorab, in denen das Programm schon präsentiert wurde, haben geholfen, sagt der sechszehnjährige Fagottist Timon: "Schon Anfang der letzten Sommerferien habe ich bzw. wir in den Ensembles mit den Vorbereitungen angefangen." Ähnlich lange arbeitet auch die dreizehnjährige Pianistin Viktoria an ihrem Programm: "Die Konzerte vorher helfen schon etwas bei der Aufregung, aber wenn ich ehrlich bin, so ein wenig steigt die Anspannung jetzt schon." Und so wird auch ihre fünfte Teilnahme am Wettbewerb nicht zur Routine. Die sechszehnjährige Anna, die in einem Kontrabassduo auftreten wird, versucht für sich den Druck klein zu halten: "Ich habe viel von anderen gehört, die schon mitgemacht haben und ich wollte es auch einfach mal probieren." 
Einfach sind die Vorbereitungen neben Schule und anderen Freizeitaktivitäten sicherlich nicht. Und natürlich möchten alle eine gute Bewertung erreichen. 
Für die beiden Musikschulleiter, Christian Malescov für Mönchengladbach und Ralf Holtschneider für den Kreis Viersen, zählt bei diesem Wettbewerb aber nicht nur eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb als Erfolg. "Hier zählt ganz klar der olympische Gedanke: Wer teilnimmt hat schon gewonnen", sagt Holtschneider. "Und der Wettbewerb gibt auch in der Bewertung die Möglichkeit, das Engagement aller zu honorieren und trotzdem noch Unterschiede zu machen." Für Malescov sind auch schon viele Dinge im Zusammenhang mit dem Wettbewerb ein Gewinn: 
"Hier lernt man beharrlich zu sein. Man arbeitet lange für sein Ziel, oft monatelang an denselben Stücken. Wichtig ist auch zu lernen, dass man trotzdem nicht immer den Erfolg erzielen kann, den man sich wünscht, weil andere doch etwas besser sind." "Damit bleiben sie aber auch nicht alleine: Lehrer und Eltern sind dafür da, diese Enttäuschung mit aufzufangen", ergänzt Holtschneider. 
Die Schüler können das aus ihrer Erfahrung nur bestätigen und so sind einige nicht zum ersten Mal dabei. 
Ihren Dank richten beide Musikschulleiter an die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die Sparkasse Krefeld und an Piano Kalscheuer, die als Sponsoren den Wettbewerb unterstützen. Wer die talentierten jungen Musikerinnen und Musiker erleben möchte, kann die Vorträge kostenfrei besuchen. Das ist dann auch noch einmal beim Abschlusskonzert Anfang April möglich. Jetzt wünschen alle Beteiligten, wie Oberbürgermeister Reiners, erst einmal allen Teilnehmern für den Wettbewerb viel Erfolg! 
Weitere Informationen auch unter: https://www.jugend-musiziert.org/wettbewerbe/regionalwettbewerbe/monchengladbach.html