Infrastruktur zukunftsfest machen

Parlamentarischer Abend der Metropolregion Rheinland

Wie kann die Infrastruktur im Rheinland zukunftsfest gemacht werden? Wie können zunehmende Verkehrsströme bewältigt und Dauerstaus vermieden werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines parlamentarischen Abends in der NRW-Landesvertretung in Berlin, zu dem der Verein Metropolregion Rheinland eingeladen hatte. Unter dem Titel „Das Rheinland im Herzen Europas – Mobilität zukunftssicher ausbauen“ diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Mobilitätsstrategie und Infrastruktur für die Metropolregion. Unter den Repräsentanten des Niederrheins waren auch Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen, und Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach. „Leistungsfähige Verkehrssysteme sind das Rückgrat einer wirtschaftlichen Entwicklung“, erklärte Steinmetz. „Nur wenn rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt werden, können wir Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze der Metropolregion sichern.“

Das Rheinland steht vor einer Reihe wichtiger Investitionen in die bestehende Verkehrsinfrastruktur. Ehrengäste und Redner des Parlamentarischen Abends waren der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sowie Ronald Pofalla, Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn. Neben Ausbauprojekten in der Region wie zum Beispiel dem Rhein-Ruhr-Express, dem Bahnknoten Köln, der A1-Brücke bei Leverkusen oder der Brücke Neuenkamp bei Duisburg sei es auch das Ziel, die einzelnen Verkehrsträger besser miteinander zu vernetzen, so Wüst. Pofalla berichtete von Rekordinvestitionen der Bahn in Höhe von 9,3 Milliarden Euro in diesem Jahr in die deutsche Eisenbahninfrastruktur.

Die Vertreter des Niederrheins tauschten sich mit Pofalla über die Aufgaben der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, der so genannten Kohlekommission, der Sanierung der Bahnhöfe am Niederrhein und wachsende Verkehrsströme aus. „Zunehmender Pendlerverkehr entlang der Rheinschiene und immer mehr Warenverkehr von den belgischen und niederländischen Häfen überlasten die vorhandene Infrastruktur zunehmend“, erklärte Andreas Coenen, und Hans Wilhelm Reiners ergänzte: „Die Landes- und Bundespolitik muss jetzt die richtigen Entscheidungen treffen und Weichen stellen, um unsere Infrastruktur zukunftsfest zu machen.“ Die Metropolregion Rheinland hat einen entsprechenden Katalog mit Forderungen zum Infrastrukturausbau erarbeitet und den politischen Entscheidern zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen unter: www.metropolregion-rheinland.de