Immobilien & Investments: „Die Potenziale sind noch lange nicht ausgeschöpft“

Mönchengladbach erneut mit Standpartnern auf der EXPO REAL in München vertreten

Bereits zum 19. Mal in Folge nimmt Mönchengladbach an der EXPO REAL in München teil. Auf der Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen ist die Stadt gemeinsam mit den beiden städtischen Tochtergesellschaften WFMG und EWMG und den Wirtschaftsförderungen der Nachbarkommunen, der Stadt Krefeld sowie dem Rhein-Kreis-Neuss und den Kreisen Viersen, Wesel und Kleve auf dem Messestand der Standort Niederrhein GmbH wieder stark vertreten. Mit rund 2.100 Ausstellern aus 41 Ländern gehört die EXPO REAL zu den führenden Immobilienmessen in Europa. In München treffen sich Projektentwickler und Investoren aus aller Welt, um die passenden Flächen für ihre Investments zu finden. "In den letzten Jahren haben wir viele Projekte erfolgreich realisieren können und in der Branche eine hohe Aufmerksamkeit erzielt. Darauf können wir aufbauen. Wir haben unsere Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft", so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Auch wenn die Kräne auf den Baufeldern noch nicht zu sehen sind, laufen die Planungen für die Seestadt mg+, Maria-Hilf-Terrassen und für das REME-Areal auf Hochtouren. Alle drei Großprojekte werden in München ein Thema sein und bei allen drei Impulsprojekten wird "Wohnen" fokussiert. "Das jetzt fertiggestellte Empirica-Gutachten zeigt, dass wir ein Qualitätsdefizit haben. Wohnen ist ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Die Rahmenbedingungen für Investitionen und Wohneigentumsbildung sind in unserer Stadt nach wie vor vergleichsweise günstig", betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Der Bebauungsplan für das ehemalige Krankenhaus-Gelände Maria Hilf wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 fertiggestellt. Hier sollen 400 Wohneinheiten sowie Raum für soziale Einrichtungen und Dienstleistungen entstehen. Das Plangebiet wird in einzelne Blöcke durch unterschiedliche Verfahren vermarktet und besteht aus zwei Bereichen: dem Areal des Krankenhauses und dem Areal der katholischen Hauptschule, die noch bis Mitte 2019 in Betrieb war. Für das REME-Areal wird ein Investor für die alte Panzerhalle gesucht, der ein gemischtes urbanes Wohnquartier mit hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards realisieren will. In der alten Panzerhalle sind unterschiedliche Nutzungen von der Kita bis zum Einzelhandel denkbar. Im Auftrag der Stadt vermarktet die städtische Entwicklungsgesellschaft derzeit den ersten Teilbereich des ehemals militärisch genutzten REME-Geländes. Und für die Seestadt mg+ rechnet der Technische Beigeordnete noch in diesem Jahr mit den ersten Bauanträgen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auch hier im nächsten Jahr Baukräne sehen", so Bonin weiter.

Entwicklungspotenziale gibt es auch in anderen Innenstadtbereichen: Die BEMA Gruppe will das Projekt "19 Häuser" weiter vorantreiben. Da das Projektgrundstück des jetzigen Haus Westlands in den heutigen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) hineinrückt, ist eine räumliche und betriebliche Umplanung des Areals erforderlich. Dafür haben BEMA, Stadt und NEW im Frühjahr eine Absichtserklärung unterzeichnet. Mit dem Abbruch von Haus Westland, der Realisierung der 19 Häuser, dem neuen ZOB mg+ und der Umgestaltung des Europaplatzes wird ein neuer Stadteingang geschaffen. An der Aachener Straße direkt gegenüber vom Verwaltungsgebäude Oberstadt werden im nächsten Jahr wiederum rund 30 Mikro-Appartements und serviced Apartments in Planung plus kleine Gewerbeeinheiten realisiert. Und auch die "Markthalle" wird sich im nächsten Jahr schon in Ansätzen zeigen: Wegen komplizierter Erbpacht-Verträge hat sich der Bau auf dem Kapuzinerplatz etwas verzögert, aber der Baustart ist für 2020 fest eingeplant. Die Markthalle soll Platz für rund 20 Stände mit exklusiven Frischeprodukten und Feinkost bieten.

Nicht innenstadtnah gelegen, aber eine Jobmaschine und ein Wachstumsmotor, ist der Flughafen. Die Weichen für den Ausbau des Flughafens sind gestellt. Der Pachtvertrag mit der Trabrennbahn wird zum 31. Dezember 2021 gekündigt. Damit kann das 140.000 Quadratmeter große Areal für eine Entwicklung des Flughafens erschlossen werden. "Wir stellen uns einen Innovationspark vor", erklärt Wirtschaftsförderer Dr. Ulrich Schückhaus, der gleich auch Mit-Geschäftsführer der Flughafengesellschaft ist. Die Entwicklung eines "SkyCabs", eines Konzeptes für Flugtaxis, wird gerade von der Fachhochschule Aachen erarbeitet und könnte am Flughafen Mönchengladbach beste Bedingungen vorfinden. Darüber hinaus werden neue Hallen von den Unternehmen Elite Jet Service und Rheinland Air Service (RAS) gebaut. Außerdem beginnt der Bau einer flughafen-eigenen Halle voraussichtlich auch noch in diesem Jahr, um die Nachfrage nach Hangarplätzen möglichst bald bedienen zu können. "Ich denke, dass wir mit unserem Konzept zur Weiterentwicklung des Flughafens auf der EXPO REAL eine gute Wahrnehmung erzielen", so Schückhaus. Wenn es um Jobs und Wirtschaftskraft geht, darf der Nordpark nicht fehlen. Die Vermarktung des Business Park II schreitet voran. Der Innenbereich ist bereits komplett vermarktet, gleich mehrere Bürogebäude sind aktuell in der Entwicklung. Flächen in der Größe von 3.000 bis 20.000 Quadratmeter sind noch vorhanden und werden in München ebenfalls ein Thema sein.

Mönchengladbach präsentiert sich auf der EXPO REAL wieder mit zahlreichen Standpartnern: Neben der Bienen + Partner Immobilien GmbH, DORNIEDEN Gruppe, Famos Immobilien GmbH, OttenArchitekten, Schrammen Architekten BDA ist auch die Jakob Durst GmbH & Cie erstmals mit dabei. Im Stadtteil Lürrip errichtet der Gladbacher Projektentwickler ein neues Wohnquartier "Am Brückensteg". Die Vermarktung läuft bereits. Unterstützt wird die Stadt Mönchengladbach in München durch die Stadtsparkasse Mönchengladbach.