IHK warnt vor Betrugsversuch: Falsche Rechnungen der „Zentralen Zahlstelle Justiz“ wirken täuschend echt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein warnt Unternehmen vor einer neuen Betrugsmasche. Aktuell versendet die "Zentrale Zahlstelle Justiz" aus Berlin Rechnungen über 830 Euro für Handelsregistereintragungen des Amtsgerichts Osnabrück. Die Rechnungen wirken so echt, dass selbst aufmerksamen Betrachtern entgehen kann, dass sie getäuscht werden sollen. "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass derartige betrügerische Rechnungen auch in unserem IHK-Bezirk an Unternehmen gesendet werden", warnt IHK-Referentin Romy Seifert.

In der Rechnung wird auf geltende Gesetze Bezug genommen, ein Gruß vom Amtsgericht übermittelt und über Rechtsmittel belehrt. Das suggeriert die Echtheit der Rechnung, die innerhalb von drei Tagen beglichen werden soll. Tatsächlich existiert an der genannten Adresse in Berlin eine behördliche "Kosteneinziehungsstelle der Justiz". Zudem gibt es tatsächlich eine "Zentrale Zahlstelle Justiz" in Hamm - und zwar für die Gerichte in Nordrhein-Westfalen. Beide haben jedoch nichts mit dem tatsächlichen Rechnungsversender zu tun, der eine abweichende Kontoverbindung nutzt.

Die IHK Mittlerer Niederrhein rät Unternehmen, aufmerksam zu sein. "Zahlungen sollten nur auf Rechnung des Amtsgerichts an die Landeskasse NRW geleistet werden", so Seifert. "Die Rechnung wird vom Registergericht zusammen mit der Eintragungsnachricht übersandt."

Weitere Informationen gibt es bei Romy Seifert (Tel. 02161 241-135, E-Mail: seifert@mittlerer-niederrhein.ihk.de).