HUMA-Schüler als Buchkünstler und Abfallverwerter

Bücher als Leinwand nach dem Künstler Mike Stilkey

Leinwand, Karton, Papier - da haben sich die Schüler der 9. Klassen und der Oberstufe des Stiftisch Humanistischen Gymnasiums etwas Anderes überlegt. Sie nutzten für ihre Kunstwerke veraltete Schulbücher als Malgrund. Sie gestalteten die Einbände neu. Die Bücher bekommen so noch einmal eine neue Nutzung und passen besonders gut an ihren neuen Ausstellungsort: Der Eingangsbereich der Zentralbibliothek im Carl-Brandts-Haus.

Zu sehen sind u.a. Bücher die im Stil von Léger gestaltet sind, Ausschnitte aus van Goghs Bildern zeigen, oder Werke die an Goyas alptraumhafte Radierungen erinnern. Mit den ursprünglichen Inhalten der Bücher, ob Roman oder Deutschbuch, welche die Schüler als Leinwände benutzten, haben die Motive nichts mehr gemeinsam. Es werden "Geschichten" über die Geschichten eines anderen gelegt oder Wissen neu verpackt.

Kunstlehrerin Astrid Pfennig freut sich über diese Kooperation: " Wir haben schon einige Male auch die Stadtbücherei als Ausstellungsort nutzen dürfen. Das ist natürlich auch für die Schülerinnen und Schüler etwas Besonderes, wenn sie Dinge auch einmal außerhalb der Schule präsentieren können." Aber auch Andrea Otten von der Stadtbibliothek ist begeistert: "So haben wir ganz oft einen direkten Bezug auch zur Bibliothek. Wenn es nicht gerade Kunst auf oder aus Büchern ist, so hat die Schule zum Beispiel auch schon einmal Exlibris selbst gestaltet, von denen wir ja auch eine große Sammlung im Hause haben und sie auch erfassen."

Zu sehen ist die Kunst auf dem Buch zu den Öffnungszeiten der Zentralbibliothek - Di - Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr.