Hindenburgstraße: Busse fahren dauerhaft in eine Richtung

Planungs- und Bauausschuss beschließt Testphase in Dauerbetrieb: Hindenburgstraße soll mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrer sowie Gastronomie und damit eine neue Aufenthaltsqualität erhalten.

Die Busse auf der Hindenburgstraße sollen dauerhaft in eine Richtung fahren. Nach einem Beschluss des Planungs- und Bauausschusses sollen die Busse weiterhin nur eine Spur bergauf in Richtung Alter Markt und in umgekehrter Richtung über die Viersener Straße und Steinmetzstraße fahren. Damit geht der durchgeführte Probebetrieb in einen Dauerbetrieb über. Für Lieferanten wird eine Einbahnstraßenregelung eingeführt. Darüber hinaus sollen unter anderem Umbauten von Haltestellen durch Wetterschutz in der Steinmetzstraße erfolgen und Barrierefreiheit in der Hindenburgstraße berücksichtigt werden.

 

Mit Blick auf die durch den zunehmenden Online-Handel und das veränderte Einkaufsverhalten ausgelöste problematische Einzelhandelssituation in der Hindenburgstraße sollen stadtplanerische Aspekte wie Aufenthaltsqualität, Luftqualität und Gestaltungsqualität stärker in den Fokus rücken, um ein Aussterben der Innenstadt zu vermeiden. Die Hindenburgstraße soll zukünftig mehr Flächen für Fußgänger, Radfahrer und Gastronomie erhalten, sogar eine Wassertreppe ist, wie im Rahmenplan Abteiberg aufgezeigt, als neues Gestaltungselement damit denkbar.

 

 „Es geht wie vielerorts um die Innenstadt von morgen. Nicht mehr nur der Einzelhandel, sondern vielfältige Qualitäten in den Bereichen Wohnen, Freizeit und Gastronomie durch eine attraktive Gestaltung rücken zunehmend in den Vordergrund“, betonte Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt. Die Herausnahme der Hälfte der vor der Testphase etwa 900 Busverkehre in der Fußgängerzone führe zu spürbaren Vorteilen. 

 

Die Überlegungen stehen im Kontext zu einer Reihe von städtebaulichen Konzepten, an deren Umsetzung die Verwaltung mit Hochdruck arbeitet: Der Rahmenplan Abteiberg und das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept sowie die Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt haben mit zahlreichen Projekten zur Überplanung von Flächen wie etwa am Maria-Hilf, in der City-Ost oder auf dem Areal von Haus Westland die Revitalisierung der Innenstadt zum Ziel. „Nicht nur allein die Hindenburgstraße haben wir im Blick, sondern die Innenstadt im Gesamtzusammenhang“, so Dr. Bonin weiter. In diesem Zusammenhang spiele auch die Mobilität im Allgemeinen und Busverkehre im Besonderen eine wesentliche Rolle. An einem Mobilitätskonzept wird aktuell ebenfalls unter Hochdruck gearbeitet. (pmg/sp)