Grünes Licht für Konzept zum Umbau von Alt-Mönchengladbach

Bezirksvertretung Nord und Planungs- und Bauausschuss in gemeinsamer Sitzung: Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept nimmt Fahrt auf: Politik und Bürger zollen Verwaltung großes Lob für das Vorhaben und die Form der Bürgerbeteiligung

Großes Lob und breite Zustimmung erntete die Verwaltung gestern in der gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretung Nord mit dem Planungs- und Bauausschuss über Vorgehensweise und Konzeption des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes (IHEK) für Alt Mönchengladbach. Einstimmig beschloss der Planungs- und Bauausschuss nach Anhörung der Bezirksvertretung Nord den vorliegenden Entwurf des IHEK als informelles Planungsinstrument. Darüber hinaus soll eine EU-Förderung im Städtebau (EFRE) für ein ganzes Bündel an Maßnahmen, die in den kommenden Jahren zur Umsetzung anstehen, beantragt werden. Ende November/Anfang Dezember  soll ein Antrag auf Förderung einzelner Maßnahmen des Konzeptes im Rahmen der Städtebauförderung des Bundes und Landes NRW gestellt werden. Eine abschließende Beschlussfassung ist nach Rückmeldungen aus den Ministerien und der Bezirksregierung, den einzelnen Gremien und einer weiteren Öffentlichkeitsveranstaltung, die für Ende Oktober / Anfang November vorgesehen ist, für die erste Ratssitzung in 2018 vorgesehen.  

Überaus positive Reaktionen aus der Bürgerschaft auf das Beteiligungsverfahren und das Vorhaben der Stadt gab es auch gestern im Rahmen einer Projektmesse in der Citykirche. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger haben sich in dieser Projektmesse über die Vorgehensweise und das Maßnahmenpaket informiert und kamen mit den zuständigen Planern ins Gespräch.  

Insgesamt 306 Seiten umfasst der Entwurf mit 63 möglichen Projekten in dem  rund 240 Hektar großen Untersuchungsgebiet Alt-Mönchengladbach, in dem 17.500 Einwohner leben. Das IHEK ist notwendige Voraussetzung für die Antragstellung auf Fördermittel und zugleich ein wesentlicher Baustein in der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt, das die Stärkung der Innenstadt zum Ziel hat. 

Mit dem Konzept wurde das Büro steg NRW, Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH, aus Dortmund beauftragt, das auch den Entwicklungsprozess Soziale Stadt Rheydt begleitet hat und in Mönchengladbach mit dem Büro urbanista aus Hamburg zusammenarbeitet.  

 „Das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept  wird die Stadtentwicklung in den nächsten zehn Jahren prägen. Bereits in drei bis vier Jahren werden wir jedoch ein verändertes Stadtbild vorfinden“, betont Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt. „Die Mönchengladbacher Innenstadt einschließlich Altstadt und angrenzender Wohnquartiere soll sowohl in städtebaulicher als auch sozioökonomischer Hinsicht in den Bereichen Städtebau, Wohnen, Verkehr und Freiraum sowie der sozialen Integration und Bildung im Sinne der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt qualifiziert und zukünftig als attraktiver Lebens-, Freizeit- und Erholungsraum wahrgenommen werden“, führt er weiter aus. 

Das Untersuchungsgebiet liegt zwischen Breitenbachstraße, Gneisenaustraße, Hermann-Piecq-Allee und  Sternstraße im Norden bis Hügelstraße, Viktoriastraße und Lürriper Straße im Süden. In dem Gebiet liegen unter anderem der Europaplatz mit dem Hauptbahnhof und der Platz der Republik mit dem Eingangsbereich zur City-Ost, der Abteiberg mit Geropark und Hans-Jonas-Park, der Alte Markt, das Gebiet Maria Hilf sowie das Westend und der Vitus-Park. „Hier passiert jetzt schon parallel jede Menge, wie etwa der Wettbewerb für das neue Wohngebiet in der Regentenstraße, der Rahmenplan Abteiberg, die City Ost, für die Gebote vorliegen und die aktuell ausgewertet werden oder das Gelände Maria Hilf, für dessen Entwicklung eine Planungswerkstatt eingerichtet wird. Hinzu kommt noch der Abriss von Haus Westland mit Neubebauung und Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, ein Prozess den wir aktuell sehr intensiv begleiten“, zeichnet Dr. Gregor Bonin die aktuellen Entwicklungen auf.  

Auch die zu sanierende Stadtbibliothek, der Adenauerplatz mit angrenzendem Croonsquartier, die Waldhausener Straße und der Kapuzinerplatz spielen hier eine wichtige Rolle. Unter den aufgeführten Projekten im IHEK befinden sich auch einige vom Fördergeber vorgeschriebene Projekte wie das Quartiersmanagement, ein Verfügungsfonds für Beteiligte sowie einer für Gewerbetreibende und das Hof- und Fassadenprogramm, das in Rheydt auf sehr gute Resonanz stößt.