„Grünes Band“: Erstes Teilstück in Jüchen eröffnet

Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler startet Landschaftsentwicklung

Der Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler startet mit seiner Landschaftsentwicklung: In Jüchen wurde in Kooperation mit RWE Power und der Stadt Jüchen das erste rund 4.000 Quadratmeter große Teilstück feierlich eröffnet. Rings um den Tagebau Garzweiler ist ein rund 70 Kilometer langes "Grünes Band" für Natur- und Artenschutz geplant.

Südlich von Jüchen, in der Nähe des Vielheckerhofes, sind zwischen Grubenrandstraße und Tagebaukante auf einer Brachfläche von RWE Power artgerechte Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen worden. So wurden beispielsweise eine Blühweise eingesät sowie Obstbäume und Hecken gepflanzt. Außerdem wurden ein Nisthügel aus Lösslehm und eine Feuchtwiese mit Tümpeln angelegt. Das Projekt soll Insekten schützen und ein Lebensraum für Vögel und Kleinsäuger sein, ein Insektenhotel bietet Wildbienen einen entsprechenden Schutz. Besucher des "Grünen Bandes" finden auf einer Info-Tafel weiterführende Informationen. Bis zum Sommer werden hier auch Sitzgelegenheiten errichtet. "Das Grüne Band ist ein Leitprojekt, das wir schrittweise planen und umsetzen werden. Mit dieser ersten Einweihung zeigen wir, dass bereits heute ein Stück neue Heimat in der Tagebaufolgelandschaft entstehen kann", erklärt Dr. Gregor Bonin, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes und Umweltdezernent der Stadt Mönchengladbach.

Das "Grüne Band" ist ein Leitprojekt des Zweckverbandes, Die Infrastruktur in und zwischen den betroffenen Orten soll wiederhergestellt und modernisiert werden. "Dieses Band schafft mit bekannten Elementen und Strukturen eine grüne Infrastruktur. Der Tagebau wird an seinen Schwellen als Attraktion inszeniert und bildet durch landwirtschaftlich genutzte Felder, Freizeitnutzungen und Parklandschaften eine Attraktion in der Region", so Zweckverbands-Geschäftsführer Volker Mielchen. Die Fläche ist erreichbar über die Jülicher Straße.

Hintergrund: Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler

Im Jahr 2017 gründeten die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Erkelenz, die Stadt Jüchen und die Gemeinde Titz den Verband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und -Bewirtschaftung durch. Verbandsvorsteher ist Dr. Gregor Bonin, Geschäftsführer ist Volker Mielchen.