Grüne bei Integrationswahl vorn

Wahlberechtigte Migranten wählen kommunale Vertretung

Der Integrationsrat ist die kommunale Vertretung aller Migranten. Er besteht aus 24 Mitgliedern, die vom Rat der Stadt Mönchengladbach zu einem Drittel nach dem für Ausschüsse geltenden Verfahren aus seiner Mitte und zu zwei Dritteln nach den Bestimmungen des § 27 der Gemeindeordnung (GO NRW) für die Dauer der Wahlzeit des Rates von den wahlberechtigten Migrantinnen und Migranten gewählt werden. Insgesamt 7.293 Wählerinnen und Wähler gaben jetzt ihre Stimme ab.

Bei der Integrationswahl, die zeitgleich mit der Kommunalwahl durchgeführt wurde, haben die Grünen mit 25,52 Prozent die meisten Stimmen und damit vier Sitze im neuen Integrationsrat erhalten. Die SPD verbuchte einen Stimmenanteil von 22,03 Prozent und wird mit drei Sitzen vertreten sein. Die Listen DRIV Integration (Deutsch-Russischer Integrationsverein) und GfM (Gemeinsam für Mönchengladbach) kommen auf 13,13 Prozent beziehungsweise 13,97 Prozent und damit auf jeweils zwei Sitze. Ebenfalls zwei Sitze gehen an den Türkisch-Deutschen Integrationsverbund (TDIV) mit 10,15 Prozent. Die Union ohne Grenzen INTA 2.0 (5,62 Prozent) und Gemeinschaft ohne Grenzen (5,23 Prozent) sind mit jeweils einem Sitz vertreten. Auch der Einzelbewerber Dr. Alazzeh Ezz Al Din ist mit 4,36 Prozent der Stimmen Mitglied im Integrationsrat.

Der Integrationsrat kann sich mit allen Angelegenheiten der Gemeinde befassen. Auf Antrag des Integrationsrates ist seine Anregung oder Stellungnahme dem Rat, einem Ausschuss oder einer Bezirksvertretung vorzulegen. Vertreterinnen und Vertreter des Integrationsrates sind als sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner zudem in verschiedenen Ausschüssen des Rates (Soziales, Gesundheit und Senioren; Schule und Bildung; Planung und Bau; Freizeit, Sport und Bäder; Jugendhilfeausschuss; Kulturausschuss; Umweltausschuss) vertreten. Kandidieren durften deutsche und nichtdeutsche Einwohnerinnen und Einwohner (mit Ausnahme von Asylbewerbern), die mindestens 18 Jahre alt sind, seit mindestens einem Jahr in Deutschland leben und seit drei Monaten in der jeweiligen Stadt mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind. Wahlvorschläge konnten als Listen- oder Einzelvorschlag eingereicht werden.