Gartenkonzerte als Lichtblicke während der Corona-Kontaktbegrenzung

Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker musizierten seit Ende April in 25 Einrichtungen

Krefeld. Mönchengladbach.
Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus waren bekanntlich für die Bewohner von Altenheimen, Pflegezentren und Behindertenwohnheimen besonders gravierend. Wie verschiedene private Initiativen haben sich ab Ende April auch Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker immer wieder auf den Weg zu diesen Einrichtungen gemacht, um durch halbstündige Kammerkonzerte etwas Abwechslung in den neuen Alltag der Bewohner zu bringen und ihnen durch Musik Freude zu bereiten. Selbstverständlich fanden diese Konzerte stets unter Beachtung sämtlicher Hygiene- und Abstandsregeln statt. So musizierten die Sinfoniker stets im Freien, die Bewohner hörten in gebührendem Abstand oder von ihren Zimmerfenstern aus zu. Insgesamt konnten ab Ende April 25 Einrichtungen besucht werden, zum Teil auch mehrfach, darunter das Wohnheim St. Peter in Krefeld, das Irmgardisstift Süchteln, das Haus am Buchenhain in Mönchengladbach, die Lebenshilfe Rheydt und das HPZ Hochbend.

"Es war uns ein großes Bedürfnis, besonders die Situation der Menschen zu bessern, die isoliert und meist auch ganz von ihren Angehörigen getrennt, wenig Abwechslung in ihrem Alltag erleben konnten. Wir selbst wiederum waren dankbar, wieder für Menschen spielen zu dürfen und so etwas geben zu können.", berichtet Geigerin Birgitta Küsters, die mit ihren Kolleginnen Wiltrud Last (Bratsche) und Elke Höppner (Cello) insgesamt 13 solcher Gartenkonzerte spielte. Das Repertoire der Konzerte war bunt gemischt. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Vivaldi waren ebenso zu hören wie von Astor Piazzolla und Scott Joplin.

Nach den Theaterferien sollen diese Gartenkonzerte fortgesetzt werden.