FW-MG: Schwerer Verkehrsunfall im Stadtgebiet

Mönchengladbach-Beltinghoven, 06.05.2018, 04:09 Uhr, Waldnieler Straße (ots)

Im Einsatz waren der Hilfeleistungszug der Feuer- und Rettungswache II (Holt), der Rüstwagen der Feuer- und Rettungswache (Holt), die Einheit Hardt der Freiwilligen Feuerwehr, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach.

In den frühen Morgenstunden ereignete sich aus bisher unbekannter Ursache auf der Waldnieler Straße ein schwerer Verkehrsunfall mit einem mit zwei männlichen Insassen besetzten Pkw. Die Unfallstelle befand sich in Fahrtrichtung Hardt kurz vor der Zufahrt zur Autobahnmeisterei. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein PKW ca. 1 m tiefer in der Böschung am Hang. Der PKW hatte sich überschlagen und war auf den Reifen stehend aufgekommen. Das Dach war in Höhe von Fahrer und Beifahrer stark deformiert. Fahrer und Beifahrer hatten das Fahrzeug bereits aus eigener Kraft verlassen. Aufgrund der Unfallschwere konnten bei den Insassen keine schweren inneren Verletzungen der Organe und/oder der Wirbelsäule ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund erfolgte durch die Einsatzkräfte sofort eine schnelle Traumaversorgung mit vollständiger körperlicher Stabilisierung (Immobilisation). Hier kamen Spezialtragen (Spineboards) mit Zubehör zum Einsatz. Anschließend erfolgte nach einer schnellen Untersuchung der Transport der Verletzten in Krankenhäuser der Stadt. Weitere technische Maßnahmen waren nicht erforderlich, da keine Personen eingeklemmt oder eingeschlossen waren und auch keine Betriebsmittel ausliefen.

Bei einer schnellen Traumaversorgung wird immer davon ausgegangen, dass schwere Verletzungen der inneren Organe und/oder der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden können, da man in den Patienten nicht hinein schauen kann. Hierfür sind spezielle Geräte notwendig, welche nur im Krankenhaus vorgehalten werden. Aus diesem Grund findet eine kurze Untersuchung des Körpers und des Kreislaufzustands statt, bei dem der Patient vorsorglich komplett immobilisiert wird, um weitere schwere Verletzungen der Wirbelsäule zu verhindern. Anschließend erfolgt der schnelle Transport in ein Traumazentrum. Hierbei handelt es sich Krankenhäuser, welche auf solche Notfälle spezialisiert sind. In Mönchengladbach gibt es drei Traumazentren. Durch diese Vorgehensweise konnten schon viele Menschenleben gerettet oder schwere bleibende körperliche Schäden verhindert werden.