FW-MG: Kohlenmonoxid (CO) Vergiftung, eine Person lebensgefährlich verletzt

Mönchengladbach-Lürrip, 20.03.2019, 19:44 Uhr, Lürriperstraße

Der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach wurde heute Abend zu einem Mehrfamilienhaus auf die Lürriper Straße gerufen. Das zuerst an der Einsatzstelle eintreffende Team vom Notarzteinsatzfahrzeug fand hier im Badezimmer eine 25-jährige weibliche Frau bewusstlos in der Badewanne liegend vor. Beim Betreten der Wohnung sprang das mitgeführte Kohlenmonoxid Warngerät an, so dass die Besatzung die Person sofort aus der Badewanne in den Hausflur rettete und erst dort mit der notfallmedizinischen Versorgung begann. Auch der sich noch in der Wohnung befindliche Freund wurde sofort aus der Wohnung geführt. Aufgrund der unklaren Lage alarmierten sie Feuerwehrkräfte zur Einsatzstelle nach.

Die eintreffenden Feuerwehrkräfte kontrollierten die Wohnung mit einem Mehrgasmessgerät. Hier konnten hohe gesundheitsgefährdende Kohlenmonoxid-Werte gemessen werden. Aus diesem Grund wurde die Gastherme im Badezimmer ausgeschaltet und die Wohnung quergelüftet. Gleichzeitig fand vorsorglich eine Räumung und Kontrolle des gesamten Mehrfamilienhauses statt. Auch wurde vorsorglich die Gasversorgung im Gebäude abgeschiebert. Bei allen Bewohnern fand durch einen weiteren Notarzt eine Untersuchung auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung statt. Zum Glück blieben alle 18 untersuchten Bewohner, darunter auch der Freund der Geretteten, unverletzt. Auch konnte in den kontrollierten Wohnungen keine erhöhten Kohlenmonoxid-Werte festgestellt werden. Die aus der Wohnung gerettete Person musste jedoch mit einem Rettungswagen unter Notarztbegleitung mit einer schweren Kohlenmonoxid-Vergiftung in eine Druckkammer des Universitätsklinikums Düsseldorf transportiert werden.

Im Einsatz waren der Löschzug der Feuer- und Rettungswache I (Neuwerk), ein Löschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache II (Holt), 4 Rettungswagen, 2 Notarzteinsatzfahrzeuge und der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr.