FW-MG: Feuerwehrübung Eisrettung - Betreten von Eisflächen lebensgefährlich!

Mönchengladbach, 21.01.2019, gesamtes Stadtgebiet

Die Feuerwehr übte heute die Rettung von im Eis eingebrochenen Personen. Die eisigen Temperaturen der letzten Tage führten zum Zufrieren von Gewässern auch im Stadtgebiet Mönchengladbach. Der dauerhaft herrschende Frost garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Gewässern tragfähig ist. Besonders Kinder werden zu unvorsichtigem Verhalten verleitet.

Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Betreten jeglicher Eisflächen lebensgefährlich ist.

Das Eis auf den Gewässern im Stadtgebiet ist extrem dünn und brüchig. Bricht eine Person ein, erschlaffen die Muskeln innerhalb weniger Minuten bis zur Bewußtlosigkeit. Die eingebrochene Person kann sich nicht mehr an der Oberfläche halten und taucht unter.

Die Feuerwehr gibt folgende Tipps zum Verhalten im Notfall:

1. Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

2. Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten!

3. Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter.

4. Gerettete Personen in warme Decken oder Jacken hüllen und vorsichtig erwärmen

5. Unterkühlten Personen warmen Tee geben. Im Notfall direkt den Notruf 112 wählen und an der Einsatzstelle auf sich aufmerksam machen.