Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans für eine gute Sportinfrastruktur

Die Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans zeigt erste deutliche positive Entwicklungen bei der Verbesserung der Sportinfrastruktur. Breitensport rückt mehr in den Focus.

Mit über 45.000 aktiven Sportlern, die in insgesamt 209 Vereinen organisiert sind, präsentiert sich Mönchengladbach weiterhin als aktive Sportstadt. Und längst nicht aller sportlich aktiven Menschen in der Stadt sind damit erfasst. Machen doch auch viele individuell Sport. Für alle hält die Stadt Mönchengladbach auch eine gute Sportinfrastruktur zum Beispiel in Form von Sporthallen oder Außensportanlagen vor. Um diese zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie den Bedarf zu ermitteln hat es bereits im Jahr 2012 einen Sportstättenentwicklungsplan gegeben. Als Resultat daraus wurden drei Schwimmbäder, zwei Turnhallen und fünf Außensportanlagen geschlossen. Dafür wurden aber auch viele Sportstätten – insbesondere im Außenbereich – modernisiert, saniert und mit neuen Elementen wie zum Beispiel Flutlicht ausgestattet. Ein Sanierungsstau konnte weitestgehend behoben werden.

Die Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans stellt den aktuellen Ist-Zustand dar. Dabei wurden auch Sportgelegenheiten wie zum Beispiel Boulebahnen erfasst. Außerdem beschreibt er in einer aktualisierten Prioritätenliste, welche Außensportanlagen eine Sanierung brauchen. Dabei ist der Sportstättenentwicklungsplan in seinen Maßnahmen nicht bis auf das Letzte festgelegt. Die einzelnen Maßnahmen werden weiterhin in den politischen Gremien beraten und beschlossen. Weitere Entwicklungen fließen dabei auch permanent in den Plan mit ein.

Insgesamt verfügen die Sportanlagen über mehr als 440.000 m² Sportfläche. Das Durchschnittsalter der Spielfelder liegt aktuell bei rund 27 Jahren. Im Jahr 2012 waren die Sportanlagen noch durchschnittlich 33 Jahre alt. Durch noch anstehende Modernisierungen wird sich das Durchschnittsalter der Sportanlagen noch ein wenig weiter auf 26 Jahre reduzieren. Für Sportdezernent Dr. Gert Fischer zeigt dies, wie gut der Sportstättenentwicklungsplan bisher schon gegriffen hat: „Mit diesem Plan haben wir die Möglichkeit Veränderungen in der Sportlandschaft aufzunehmen und sie gezielt in die Sportinfrastruktur einfließen zu lassen. Er deckt nötige Handlungsfelder auf und sorgt aber auch dafür, dass wir bedarfsgerecht Sportstätten vorhalten. Die bisherigen Maßnahmen zeigen dabei schon eine deutliche Verbesserung und Investitionsmittel konnten gezielt eingesetzt werden.“

Da in den nächsten fünf Jahren die größten Defizite an den wichtigsten Sportanlagen behoben sein sollten, geht es in weiteren Schritten auch um die Entwicklung einer breitensportfreundlichen Sportinfrastruktur. Dazu zählen unter anderen angedachte Maßnahmen wie die Beleuchtung einer Laufstrecke am Schloss Rheydt. Aber auch größere Modernisierungsmaßnahmen wie zum Beispiel die der Radrennbahn schließen bereits viele breitensportliche Aspekte mit ein. So wird hier ein Multifunktionsgebäude, eine Skateranlage und eine Laufbahn rund um das Gelände, das Angebot der Spielflächen ergänzen. Auch bei einer Sanierung der Ernst-Reuter-Sportanlage soll die Öffnung für das gesamte Quartier neben dem Schul- und Vereinssport eine wesentliche Rolle spielen. Diese Sanierung ist im Rahmen des „Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts Alt-Mönchengladbach“ denkbar.

Ein weiteres Ziel des Plans ist die Entwicklung von Vergabekriterien für die sanierten und neu errichteten Außensportanlagen. Damit soll eine optimale Nutzung und Belegung gewährleistet werden.

Zielsetzung ist auch das Verfassen einer Prioritätenliste für die Sport- und Turnhallen inklusive einer Aktualisierung der Sanierungsnotwendigkeiten.

Das Gesamtziel ist es keinen neuen Sanierungsstau entstehen zu lassen, sondern die Qualität der Sportstättenlandschaft zu erhalten und ein bedarfsorientiertes Angebot vom Schul- über den Vereins- bis hin zum Breitensport vorzuhalten.

Die Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans muss nun noch der Rat der Stadt am Donnerstag 19. Dezember verabschieden.

 

Die komplette Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans finden Sie hier!