Förderantrag für gesamtregionales Radverkehrskonzept

Der geplante Ausstieg des Rheinischen Reviers aus der Braunkohleförderung und -verstromung stellt die Region vor große Herausforderungen. Mit einem Sofortprogramm werden durch den Bund und das Land NRW erste Projekte zur Bewältigung des Strukturwandels gefördert.

Da der Radverkehr ein wichtiges Element zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur ist, hat der Zweckverband Garzweiler einen Förderantrag für ein gesamtregionales Radverkehrskonzept gestellt. Mit diesem Radverkehrskonzept soll nun für die gesamte Region eine strategische Handlungsgrundlage bis 2040 geschaffen werden. Die zukünftige Verkehrsnetzplanung soll insbesondere auch schnelle Radverbindungen in die Ballungsräume beinhalten. „Zur Unterstützung des regionalen Strukturwandels sowie als Beitrag zur Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzzielen ist zudem die Senkung von Emissionen ein wichtiger Aspekt, der durch die Stärkung des Radverkehrs begünstigt wird“, erläutert Dr. Gregor Bonin, Verbandsvorsteher des Zweckverbands. Ende 2020 sollen die Projektergebnisse bekannt gemacht werden.
    
Bislang existieren im Rheinischen Revier schon zahlreiche Initiativen und Projekte, ein übergreifendes Gesamtkonzept fehlte bisher. „Der Zweckverband Garzweiler übernimmt als Projektträger die Antragstellung und das Projektmanagement“, so Zweckverband-Geschäftsführer Volker Mielchen. Projektpartner sind die Kreise und Tourismusorganisationen des Rheinischen Reviers sowie die kreisfreie Stadt Mönchengladbach und die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR). Der Gesamtprozess findet in enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium des Landes NRW statt.

Hintergrund: Der Zweckverband LandFolge Garzweiler
Im Jahr 2017 gründeten die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Erkelenz, die Stadt Jüchen und die Gemeinde Titz den Verband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur.