Familienzentrum an der Erich-Kästner Grundschule in Bonnenbroich Geneicken

Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und der Fachbereich Schule und Sport entwickeln die kommunale Bildungslandschaft weiter. Der Rat der Stadt hat in der gestrigen Sitzung (3. Juli) den Weg für den nächsten Schritt zur Zusammenarbeit der beiden Fachbereiche Jugend und Schule geebnet. Die Beigeordneten Dörte Schall und Dr. Gert Fischer freuen sich einen weiteren inhaltlichen Baustein der Zusammenarbeit beider Dezernate geschaffen zu haben. Mit der Erich Kästner Grundschule und der Schulaufsicht ist ein Konzept für die Einrichtung eines Familienzentrums an der Grundschule erarbeitet worden. Das seit 2006 vom Land NRW eingeführte, erfolgreiche Modell der Familienzentren in Kindertageseinrichtungen wird dadurch auf die Schule übertragen. Der Lebensort Schule wird mit umfangreichen außerschulischen Unterstützungs- und Beratungsangeboten für Eltern und Kinder geöffnet. Ausgehend von den Erkenntnissen aus dem ersten "Bildungs- und Jugendhilfebericht" wird hier gezielt in einem Stadtteil mit einem hohen Unterstützungsbedarf ein passgenaues Angebot installiert. Mit diesem gezielten, strukturellen Angebot erhoffen sich die Planer und die beteiligten Fachkräfte vor Ort einen erheblichen Beitrag zur Förderung der Kinder leisten zu können. Eltern werden frühzeitig unterstützt, um an der Bildungsbiographie ihrer Kinder mitwirken zu können. Kinder erleben die Schule als einen Ort der Lernen, Erleben und Unterstützung in vielen Lebensbereichen ermöglicht.

Umgesetzt wird dies durch:

  • Beteiligung der Eltern am Schulleben und Stärkung ihrer Erziehungskompetenz durch niedrigschwellige Angebote (Nähkurse, Väter-Kind Aktionen oder Eltern Café etc.)
  • Einbinden der weiterführenden Schulen durch Kooperationen um einen gelingenden Übergang zu gestalten (gemeinsame AGen, Hospitationen u.a.)
  • Beratungs- und Informationsangebote für Eltern, insbesondere zu außerschulischen Bildungsangeboten und den Möglichkeiten der Erziehungsberatung (Elternseminare)
  • Vernetzung mit allen relevanten Akteuren im Stadtteil

Wichtige Partnerinnen und Partner des Familienzentrums an der Grundschule werden die Fachkräfte aus den benachbarten Kindertageseinrichtungen, der Jugendarbeit und den verschiedenen Fach- und Beratungsdiensten sein. Gemeinsam werden Handlungsbedarfe früh-zeitig erkannt und Maßnahmen initiiert. Im Rahmen von Beteiligungsprozessen gestalten die Kinder und die Familien diese Angebote mit.

Das Ziel der Arbeit des Familienzentrums ist es, die Eltern so zu stärken, dass sie in gemeinsamer Verantwortung mit der Schule ihre Rolle als Bildungsbegleitung für ihre Kinder wahrnehmen können. Sie beteiligen sich aktiv am Schulleben und sie kennen die Beratungsangebote vor Ort und sind über die außerschulischen Bildungsangebote gut informiert. Die Familien kennen das Potential ihrer Kinder und sie beteiligen sich an einer dem Potential entsprechenden Förderung. Durch die Kooperation der Grundschule mit den weiterführenden Schulen sind die Familien gut auf den Übergang vorbereitet.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, Problemlagen vorzubeugen und die Inanspruchnahme von außerfamiliären Hilfen zur Erziehung zu vermeiden. Eine Mitarbeitende des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie wird die Koordination der Angebote des Familienzentrums an der Schule übernehmen und die Schulleitung bei den notwendigen Entwicklungsprozessen unterstützen. Schule und Jugendhilfe haben den Auftrag verbindliche Kooperationsbeziehungen zu schaffen. Insgesamt bedeutet "Familienzentrum an Grundschule", dass es einen zentralen Ort gibt der geeignet ist, alle kulturellen und sozialen Angebote miteinander zu verknüpfen. So werden allen Kindern im Stadtteil leistungsgerechte Bildungserfolge ermöglicht.