European Energy Award schon jetzt in greifbarer Nähe

Ist-Analyse zeigt, dass Mönchengladbach im Klimaschutz fast alle Kriterien erfüllt

Mönchengladbach ist schon jetzt ganz nahe dran, mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet zu werden. Mit 48,3 Prozent liegt die Stadt schon vor der Erarbeitung eines Maßnahmenpaketes nur denkbar knapp unter der geforderten 50 Prozent-Marke. Der EEA ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für den kommunalen Klimaschutz. Der Rat der Stadt beschloss die Teilnahme an diesem Verfahren in seiner Sitzung vom 18. Oktober 2017.

Die Ist-Analyse ist abgeschlossen. "In einigen Bereichen wie der Ver- und Entsorgung, der Mobilität und der internen Organisation liegen wir bereits über den geforderten Werten", betont Stadtdirektor und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin bei der Präsentation der Ist-Analyse in der letzten Sitzung des Umweltausschusses. Der Ist-Zustand der kommunalen Gebäude und Anlagen weist mit 31 Prozent den schlechtesten Wert auf und wirkt sich dadurch auf das Gesamtergebnis aus. Mit dem Rathausneubau wird die Stadt die Punktzahl auch hier deutlich erhöhen, ist sich der Umweltdezernent sicher.

Im nächsten Schritt geht es nun darum, ein energiepolitisches Arbeitspapier zu entwickeln und Maßnahmen zu erarbeiten, die die klimawirksamen Einspareffekte weiter erhöhen. "Die Evaluation von Klimawandeleffekten und neue Standards für den Bau und die Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude sind Handlungsfelder", erklärt Klimaschutzmanager Antti Olbrisch. Im Bereich der Mobilität wird es noch konkreter. Die Entwicklung eines Konzeptes und der Bau neuer Fahrradstraßen, die Einführung eines grenzüberschreitenden E-Car- und Bikesharings oder mobile Abstellanlagen für Veranstaltungen können nicht nur den Punktwert weiter verbessern. "Auch die Fortführung von Maßnahmen wie STADTRADELN, Earth Hour, KlimaReise oder die Klima-Sprechstunden im Treffpunkt mg+ sorgen für eine positive Bewertung und motivieren zusätzlich Bürgerinnen und Bürger in der Stadt."

Mit der Entwicklung und Umsetzung des energiepolitischen Arbeitspapiers werden die Aktivitäten hinsichtlich ihrer Prioritäten, Zuständigkeiten, Zeiträume und Budgets verbindlich festgelegt. Nach der Umsetzungsphase erfolgt eine Auditierung.