Eröffnung mit „Goodbye to Berlin“ und „Carmen“

Am 29. August startet das Theater Mönchengladbach, am 12. September das Krefelder Haus in die neue Saison 2020/21. Der Vorverkauf hat begonnen.

Krefeld und Mönchengladbach. Im Juni konnte das Theater Krefeld und Mönchengladbach nach einer monatelangen Corona-bedingten Pause endlich wieder live vor Publikum spielen. Kleine Formate zwar, um die Abstandsregeln auch für die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne einzuhalten, aber alle mit Sorgfalt ausgesucht und leidenschaftlich präsentiert. 
Zeitgleich haben die Verantwortlichen intensiv an einem neuen Spielplan für die Saison 2020/21 gearbeitet - es musste ein alternativer Plan sein, der den Corona-Bedingungen angepasst ist.

Doch welche Stücke, Theater- und Konzertabende kommen überhaupt infrage, wenn es keinen Bühnenkuss eben darf, sich die Solisten beim Duett oder im innigen Dialog nicht umarmen können, der Chor in seiner Gänze noch nicht auftreten darf, der Aktionsradius für ein komplettes Ballettensemble immens eingeschränkt und der Orchestergraben für die Musiker tabu ist? Viele! Denn das Theater ist es gewohnt, kreative Lösungen zu finden.

Eine Vielzahl spannender Premieren der Sparten Schauspiel, Musiktheater und Ballett sind entstanden, die zeigen, dass auch ein alternativer "Corona-Spielplan" vielseitig und innovativ sein kann. Die Niederrheinischen Sinfoniker haben ebenfalls viele neue Ideen umgesetzt und bieten ein vielfältiges Programm als Alternative zu ihren ursprünglich geplanten Konzerten.

Im Theater Mönchengladbach wird die Spielzeit 2020/21 am 29. August mit "Goodbye to Berlin" eröffnet. Regisseur Frank Matthus schuf auf Grundlage von Christopher Isherwoods 1939 veröffentlichten Kurzgeschichten, aus denen 1966 das weltberühmte Musical "Cabaret" wurde, eine szenische Lesung mit der wunderbaren Musik der 1920er und 1930er Jahre.

In Krefeld wird es ebenfalls musikalisch und höchst dramatisch: Das Musiktheater präsentiert als Eröffnung am 12. September "Carmen" von Georges Bizet als konzertante Aufführung. Regie führt Kobie van Rensburg, der zuletzt mit seiner außergewöhnlichen "Zauberflöte" begeistert hat. Ästhetisch ergänzt wird die Handlung dieser gelungenen Orchesterfassung von Gerardo Colella durch Videoeinspielungen mit Tänzerinnen und Tänzern der Ballettcompagnie.

Apropos Ballett: Das Ensemble von Ballettdirektor Robert North tanzt erstmals am 5. September im Theater Mönchengladbach in die neue Spielzeit 2020/21. "DIS-TANZ" lautet der Titel dieses Abends, der auf den Abstand anspielt, den die Tänzerinnen und Tänzer einhalten müssen. Neben Choreografien von Robert North sind auch Arbeiten der Ensemblemitglieder Alessandro Borghesani und Takashi Kondo zu erleben.

Außerdem können sich die Zuschauer auf Musical-Highlights in "The Show Must Go On" (ab 26. Septemberin Krefeld, ab 21. Oktober in Mönchengladbach), die Corona-Revue "Alle maskiert!" (ab 20.September in Mönchengladbach, ab 11. Oktober in Krefeld) und vieles mehr freuen.

Aufgrund der großen Nachfrage wird aus dem Sonderspielplan Juni die Kleine Operngala übernommen, in der Mitglieder des Musiktheaterensembles und des Opernstudios Niederrhein Lieblingsarien und -duette präsentieren. Am 23. August ist sie in Mönchengladbach, am 30. August in Krefeld zu erleben.

Jede Vorstellung wird für ca. 350 Zuschauer gespielt. Es gelten weiterhin die Schutz- und Hygienemaßnahmen des Theaters. Alle Vorstellungen finden auf der Großen Bühne statt, dauern maximal 90 Minuten und werden ohne Pause gespielt.

Der Vorverkauf vorerst für alle Veranstaltungen bis 31. Oktober hat bereits begonnen. Exklusiv für Abonnenten wurde eine kostenlose Abo-Hotline eingerichtet: Kristina Heinen und Beatrix Töpperwein freuen sich auf Anrufe unter 0 800 08 01 80 8 oder E-Mails an abo@theater-kr-mg.de. Die beiden Abo-Beraterinnen sind montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr zu erreichen.