Ensemblia feiert Jubiläum: 25 Highlights in fünf Tagen

LVR schließt Finanzierungslücke für das Festival vom 26. bis 30. Juni

Alle zwei Jahre ist die Stadt eine große Bühne für ein breit gefächertes Programm, das unterschiedliche Kunstsparten verbindet, zeitgenössische Kultur spiegelt und Grenzüberschreitungen wagt: die Ensemblia. In diesem Jahr feiert die Ensemblia Jubiläum und blickt auf eine 40-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Klein, aber fein, und immer auf Top-Niveau - das ist das Festival mit seinen 25 Veranstaltungen, die vom 26. Juni bis 30. Juni an unterschiedlichen Standorten stattfinden werden.

Aber Qualität kostet. Das Gesamtbudget beträgt rund 80.000 Euro. In diesem Jahr gab es eine Finanzierungslücke in Höhe von 15.000 Euro, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) schließt. "Der LVR hat einen Kulturauftrag und kann kulturelle Projekte fördern", erklärt der Landtagsabgeordnete Frank Boss, der gleichzeitig auch Fraktionsgeschäftsführer der CDU-Fraktion in der LVR-Landschaftsversammlung ist. Gemeinsam mit Michael Schroeren, Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Marketinggesellschaft (MGMG), suchte er das Gespräch und war erfolgreich. "Wir sind froh, dass jetzt die Erfolgsgeschichte des Festivals fortgeschrieben werden kann", fügt Schroeren hinzu.

Die MGMG führt das Festival in Kooperation mit den Kulturinstitutionen der Stadt durch. "Ich denke, dass wir ein hochkarätiges Programm zusammengestellt haben und bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern für die große Unterstützung", so MGMG-Geschäftsführer Peter Schlipköter. Eröffnet wird die Ensemblia mit einem Schlagzeug-Konzert von Elbtonal Percussion (26. Juni, 20 Uhr, Haus Erholung). Die vier treffsicheren Schlagwerker aus Hamburg beherrschen den "kreativen Crossover" und begeistern derzeit mit ihren präzis-virtuosen Klangspielen. Am Donnerstag, 27. Juni, geht es weiter mit einem Workshop des Comiczeichners und Kinderbuch-Illustrators Ulf K. (Hans-Jonas-Gesamtschule) und einem Sinfoniekonzert der Niederrheinischen Sinfoniker (Theater MG), bei dem das Holzbläserquintett der Sinfoniker im Mittelpunkt stehen wird. Am Freitag, 28. Juni, gastiert das Jugendsinfonieorchester in der Stadtsparkasse am Bismarckplatz. Geboten wird "Wassermusik" - und zwar auf allen Ebenen des Gebäudes. "Der Zuschauer in der Mitte ist mittendrin. Und auch die Handys werden eine Rolle spielen", macht Christian Malescov, Leiter der Musikschule, neugierig.

Neue Musik spielt bei der Ensemblia eine große Rolle. Ebenfalls am Freitag, 28. Juni, gibt es eine Drums, Bass and Dance in Motion-Performance im Monforts Quartier (22 Uhr) mit DJ Dash, MC Ghost und den Musical Dancern des Jugendclubs des Theaters Krefeld und Mönchengladbach. Am Samstag, 29. Juni, beginnt der Ensemblia-Tag mit "Musik zur Marktzeit" (Citykirche, 12 Uhr).

Mit Spannung erwartet wird der Festivalbeitrag "position", der um 16 Uhr auf dem Schillerplatz beginnt und bis 23 Uhr überraschende Aktionen zwischen Bildender Kunst, Raum und Publikum zeigen wird. Am gleichen Tag beginnt um 21 Uhr im Museum Abteiberg das Konzert von Amnesia Scanner. Das finnische Elektronik-Musik-Duo ist weltweit stark gefragt und versteht sich als Medium einer posthumanen Musik. Eine Fusion der persischen Tonbak und der klassischen Gitarre gibt es am Sonntag, 30. Juni in der Kulturküche mit dem Duo Armaos / Rastani (12 Uhr) und eine Soundperformance der ÄAA-Projekte (EA71, 14 Uhr). Das Abschlusskonzert findet um 17 Uhr im Münster statt. Angelika Niescier als eine der größten europäischen Saxophonistinnen wird von Sylvie Courvoisier am Klavier unterstützt. Weitere Programmpunkte könnten noch hinzukommen.

Mehr Infos zur Ensemblia gibt es im Internet unter www.ensemblia.de.