Ein Strategiebuch für die Zukunft der Stadt

Mit der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt haben Verwaltung und die städtischen Gesellschaften ein klares Unternehmensziel definiert und dazu jetzt ein Strategiebuch herausgegeben: qualitatives Wachstum für Mönchengladbach

Mönchengladbach entwickelt sich seit einiger Zeit positiv und macht sich selbstbewusst auf den Weg in die Zukunft. „Seestadt mg+“, Maria Hilf-Terrassen, Rahmenplan Abteiberg und das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK), für das jetzt vom Land die gute Aussicht auf Fördergelder in Höhe von 50 Millionen Euro signalisiert wurde, sind nur einige Beispiele für die dynamische Entwicklung. Die „best-practice-Projekte“ sind Bausteine der im Dezernat von Stadtdirektor und Technischem Beigeordneten Dr. Gregor Bonin (Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt) erarbeiteten und 2016 durch den Stadtrat beschlossenen Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt. Getragen wird mg+ Wachsende Stadt von der gesamten Verwaltung gemeinsam mit den städtischen Beteiligungsgesellschaften. Weitere Projekte aus anderen Bereichen wie Soziales, Kultur, Sport und Wirtschaft sind in Vorbereitung. Der Konzern Stadt hat somit ein klares Unternehmensziel im Sinne einer Selbstverpflichtung definiert: qualitatives Wachstum für Mönchengladbach. Vier Leitmotive stehen dabei im Fokus: Lebensraum, Umwelt, Wirtschaft und Standortfaktoren.

„Im Kern geht es um die Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Klimaschutz, soziale Stabilität, Bildung und Demografiefestigkeit sind hier entscheidende Faktoren, um qualitatives Wachstum für Mönchengladbach zu erreichen. Mit der spürbar dynamischen Entwicklung, die von der Stadtentwicklungsstrategie mg+ ausgeht, haben wir eine große Chance, die Stadt auch nachhaltig zukunftsfähig und attraktiver zu gestalten. Das Plus steht für besser werden. Dabei handelt es sich um eine langfristig angelegte Strategie, die nach und nach mit weiteren Projekten mit Leben gefüllt wird“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. „Die Stadtentwicklungsstrategie ist zugleich auch als Stadtmarketingstrategie angelegt, bei der wir auch vor allem die Bürger und Unternehmer mitnehmen wollen“, ergänzt Dr. Gregor Bonin. mg+ Wachsende Stadt soll dazu führen, Mönchengladbach langfristig dauerhaft gegenüber anderen Städten und Metropolen konkurrenzfähig zu machen. Mit ihr will der Konzern Stadt vor allem auch auf die allgemeinen Tendenzen und Herausforderungen, vor denen die Stadt steht, reagieren. „Wir sind in vielen Bereichen bereits gut aufgestellt und können selbstbewusst auf die Erfolge blicken. Wir können in einigen Bereichen aber auch noch besser werden. Dazu dient diese Strategie auch“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Jetzt hat die Stadt zu mg+ ein detailliertes Strategiebuch vorgelegt, das sich nicht nur an Verwaltung und Gesellschaften, sondern primär an Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen aus allen Lebensbereichen wie Schulen und Kindergärten sowie an- potenzielle Investoren richtet. Das Strategiebuch, das im Internet unter www.mgplus.online nachzulesen ist und in Ergänzung weiterer Projekte fortgeschrieben werden soll, gibt einen Überblick über die wesentlichen Ziele von mg+, über die Durchführung von „mg+ Projekten“ und die bereits erreichten Erfolge nicht zuletzt anhand der Darstellung von best-practice-Projektbeispielen. „Wachstum und Qualität sind die wesentlichen Kriterien in den Zukunftsthemen. Dabei bringen nicht nur die Stadt und ihre Beteiligungsgesellschaften die Strategie mg+ Wachsende Stadt voran. Erfreulicherweise beteiligen sich zunehmend auch Akteure aus der Stadtgesellschaft wie Bürger, Vereine und Firmen mit kreativen Ideen und Projekten an diesem dynamischen Prozess, um an der Gestaltung ihrer Stadt mit zu wirken“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. „Bei der Strategie handelt es sich ausdrücklich nicht um ein reines Bauprogramm“, so Bonin weiter.

Parallel zur Umsetzung der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt ist auf Basis eines weiteren Ratsbeschlusses ein begleitendes Controlling eingerichtet worden, welches unter anderem die mg+ Projekte begleitet. Durch das Strategische Controlling, das die Chancen und Risiken sowie die Bedürfnisse und Erwartungen, die sich aus der Strategie mg+ ergeben, soll zusätzlich auch der Haushaltsausgleich, Schuldenabbau und das wirtschaftliche Handeln im Konzern Stadt langfristig sichergestellt werden.

Fünf Kriterien, die dezernatsübergreifend für weitere mg+ Projekte definiert werden, sollen zum Ziel führen: Wachstum, Qualität, Innovation, positiver Effekt auf den städtischen Haushalt und bessere Kennzahlen. Letzteres soll die Stadt beispielsweise in Städterankings zur Lebensqualität und Attraktivität von Städten und im Städtewettbewerb besser abschneiden lassen.

Best practice-Projekte in Planung und Umsetzung
Seit der im Sommer 2016 vom Rat zur Umsetzung beschlossenen Stadtentwicklungsstrategie wurden eine Reihe von Projekten und Maßnahmen in Gang gesetzt, weitere befinden sich in der Planung. Die aktuellen städtebaulichen best-practice-Projekte reichen im Westen vom Maria Hilf-Areal (Maria Hilf Terrassen) über den Abteiberg mit Rahmenplan und Integriertem Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) über den Berliner Platz und das Haus Westland bis zur Seestadt mg+ auf dem Gelände der City Ost und zum REME-Gelände östlich der Gladbacher Innenstadt. Um Mönchengladbach langfristig attraktiv zu machen, braucht es auch Neubauten. Von Stadt und Entwicklungsgesellschaft (EWMG) ermittelte Wohnungsbaupotenziale zeigen auf, dass in den nächsten beiden Jahren im Stadtgebiet insgesamt rund 2.200 Wohneinheiten für 4.400 Einwohner entstehen können, mittelfristig in zwei bis fünf Jahren weitere Wohneinheiten für bis zu 5.000 Einwohner und langfristig (fünf und mehr Jahre) noch einmal 500 Einheiten für 1.000 Einwohner. Insgesamt kann Wohnraum für 10.000 Menschen entstehen.

Der Masterplan Stadtbezirke, der die Stadtteile außerhalb der Innenstadtbereiche mit ihren zahlreichen Dörfern und Honschaften stärken soll, die Entwicklung des Hochschulquartiers, die Aufwertung von Parklandschaften auch in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern wie der Beller Park und der Bunte Garten sowie der Masterplan Elektromobilität und das geplante neue Rathaus sind weitere best-practice-Projekte. (pmg/sp)