Dirigent Othmar Mága ist gestorben.

Von 2002 bis 2003 war er kommissarischer GMD der Niederrheinischen Sinfoniker.

Krefeld. Mönchengladbach. Die Niederrheinischen Sinfoniker trauern um Othmar Mága. Der 90-jährige Dirigent starb am 28. Januar nach längerer Krankheit, wie seine Familie mitteilte. Othmar Mága war von 2002 bis 2003 kommissarischer Generalmusikdirektor der Niederrheinischen Sinfoniker am Theater Krefeld und Mönchengladbach. Neben seinen Konzertdirigaten beeindruckte er Publikum wie Musiker*innen hier besonders, als er direkt nach Ausbruch des Irakkriegs im Sinfoniekonzert mit einem Gedichtvortrag klar für den Frieden eintrat. "Bei allen unseren Musikern, die ihn damals erlebt haben, ist Othmar Mága in bleibender Erinnerung - als Musiker und als Mensch.", bekräftigt Bratscher Martin Börner, 2002/03 Orchestervorstand der Niederrheinischen Sinfoniker.

Othmar Mága wurde 1929 als Sohn deutsch-ungarischer Eltern in Brünn (Tschechien) geboren. Positionen als Chefdirigent oder Generalmusikdirektor führten den Schüler von Sergiu Celibidache unter anderem nach Nürnberg, Bochum, Mailand und Seoul. Mit einer Professur an der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen war er auch in der Lehre aktiv. Regelmäßige Gastdirigate verbanden ihn mit führenden Orchestern in Europa, Asien und Amerika. Außerdem trat Othmar Mága als Komponist in Erscheinung.