DETOURS - in der Ausstellung Libertine von JUTTA KOETHER

Drei besondere Führungen gibt es im Januar in der Ausstellung von Jutta Koether. Der Titel Detours (détours frz. Umwege) knüpft an Jutta Koethers gleichnamige Führungen an, die sie in der Berliner Gemäldegalerie jüngst regelmäßig mit Kunststudenten, befreundeten Künstlern, Kritikern und Kunsthistorikern unternahm. Es waren Verabredungen zum intensiveren Sehen, wo es um Kompositionen, Farben und Blickkontakte von Bildern und um die bis heute sichtbaren Wagnisse von Nicolas Poussin, Frans Hals und anderen Kollegen ging.

In Koethers eigener Ausstellung werden die détours nun von Anderen unternommen. Es finden drei Gänge mit sehr individuellen Betrachtungen statt, von einer Kunsthistorikerin, einer Künstlerin und einem Künstler. 
Den Anfang macht am 11. Januar, um 16 Uhr Prof. Dr. Sabeth Buchmann, die seit vielen Jahren eng vertraut mit der Arbeit von Jutta Koether ist und als Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und der Nachmoderne an der Akademie der Bildenden Künste Wien lehrt. 
Am 18. Januar folgt Evelyn Taocheng Wang, die aktuelle Atelierstipendiatin der Stadt Mönchengladbach, mit einer détour, die Momente von Herkunft, Identität und Sexualität berühren wird und sich in eine Performance verwandeln wird. 
Abschließend führt am 25. Januar der in Berlin lebende belgische Künstler Olivier Foulon, ein intensiver Betrachter der Arbeiten seiner Kollegin, dessen explizit kunsthistorisches und oft kuratorisches Arbeiten eine überraschende Beziehung zu Koethers Denken hat.