Der Lärmaktionsplan geht in die dritte Runde

Weitere Lärmschutzmaßnahmen im Stadtgebiet geplant

Der Lärmaktionsplan geht in die dritte Runde. In den Bezirksvertretungssitzungen wurden jetzt die Belastungsbereiche vorgestellt, die für Lärmschutzmaßnahmen in Betracht kommen. Der Lärmaktionsplan hat die Aufgabe, Lärmbelastungen aufzuzeigen und Lärmminderungsmaßnahmen festzulegen, beispielsweise durch Tempolimits, LKW-Fahrverbote und lärmoptimierten Asphalt. Die Ende 2017 abgeschlossene Lärmkartierung für das Stadtgebiet bildet die Grundlage für die dritte Runde des Lärmaktionsplans. Berücksichtigt werden alle Gebäude, die einen Pegel von mehr als 60 Dezibel in der Nacht aufweisen. Folgende Belastungsachsen bzw. Belastungsbereiche kommen gemäß Lärmkartierung für Lärmschutzmaßnahmen in Betracht:

Bezirk West:

A61 Bereich Holt / Aachener Straße, Hehnerholt, Wickrath (Geldener Straße / Hochstadenstraße / Wetschewell / Wickrathhahner Straße)

Bezirk Süd:

Breite Straße / Ritterstraße, Dahlener Straße, Stresemannstraße, Gracht, Friedensstraße, Stockholtweg, Mülgaustraße, Odenkirchen (Duvenstraße / Kamphausener Straße / Stapper Weg / Wetschewell), Wickrather Straße

Bezirk Nord:

Aachener Straße / Waldhausener Straße, Brunnenstraße, Hehner Straße, Kaldenkirchener Straße, Künkelstraße, Krefelder Straße, Mürriger Straße / Breiter Graben, Rathenaustraße, Schürenweg, Tomper Straße, Viersener Straße, Waldnieler Straße / Roermonder Straße

Bezirk Ost:

A52 zwischen MG Nord und MG-Neuwerk, L390 (Neersbroicher Straße/Abtshofer Straße), Krefelder Straße, Korschenbroicher Straße, Hofstraße/Hardterbroicher Straße, Giesenkirchen (Dömgesstraße / Konstantinstraße / Kleinenbroicher Straße / Liedberger Straße / Mülforter Straße / Waater Straße), Ruckes

In den Bezirksvertretungssitzungen Nord und Ost wurden weitere Straßenabschnitte benannt, die ebenfalls geprüft und in der nächsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Donnerstag, 7. März, mit beschlossen werden sollen. Für den Stadtbezirk Nord sind das die Venner Straße, Bergstraße, Marienburger Straße und Moosheide sowie für den Stadtbezirk Ost die Volksbadstraße. Stimmt der Planungs- und Bauausschuss zu, beginnt die Erarbeitung des Entwurfs zur dritten Runde des Lärmaktionsplans. Der erste Entwurf soll noch 2019 in den Bezirksvertretungen und im Planungs- und Bauausschuss vorgestellt werden. Unmittelbar danach beginnt die Öffentlichkeitsbeteiligung. Zur verbesserten Koordinierung der unterschiedlichen gesetzlich erforderlichen Geschwindigkeitsregelungen im Stadtgebiet wird durch die Verwaltung derzeit parallel zum Lärmaktionsplan ein Stadtgeschwindigkeitskonzept erstellt. "Im Rahmen der Lärmaktionsplanung haben wir durch verschiedene Maßnahmen gerade in hochbelasteten Bereichen eine deutliche Reduzierung des Lärms ermöglichen können", fasst Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin den bisherigen Stand der Dinge zusammen. Im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt sei der städtische Lärmaktionsplan ein wichtiger Baustein zur Stärkung des Lebensraums, der Attraktivierung von Wohn- und Lebensverhältnissen sowie der Verbesserung der Umweltbedingungen. Der Lärmaktionsplan ist Teil des städtischen Mobilitätsplans.