Der erste Mönchengladbacher Fair-o-mat in der Stadtbibliothek

Nachhaltigkeit wird in der Stadtbibliothek Mönchengladbach groß geschrieben. Und auch der Fairtrade-Gedanke ist für sie ein Thema. So kann man seit einiger Zeit in der Zentralbibliothek an der Kaffeebar im Erdgeschoss fair gehandelten Kaffee trinken. Neu hinzugekommen ist nun ein Fair-o-mat, ein mechanischer Snack-Automat, der speziell für den Verkauf von fair gehandelten Produkten konzipiert wurde. Er arbeitet nachhaltig und ökologisch ohne Strom. Das bedeutet, er verfügt weder über Kühlung noch Beleuchtung und alle Münzprüfer funktionieren rein mechanisch. Außerdem handelt es sich um einen alten Automaten, der dafür wieder aufgemöbelt wurde. Und das Lesecafé der Stadtbibliothek ist der perfekte Ort dafür, sagt Sabine Kolsdorf, die auf Stadtebene Teil der Steuerungsgruppe Fairtrade Town ist: "Dieser faire und nachhaltige Warenautomat ist der erst in Mönchengladbach. Finanziert hat ihn Engagement Global. Für sie war besonders wichtig, dass der Automat wirklich an einer gut frequentierter Stelle steht." "Das ist hier sicherlich der Fall", sagt die Leiterin der Stadtbibliothek Brigitte Behrendt. "Am Tag haben wir hier zwischen 800 und 1000 Besucher und das bunt gemischt. Und wir freuen uns auf diesem Weg eine wichtige Sache auf im wahrsten Sinne des Wortes süße Art und Weise zu vermitteln."

Die Inhalte des Automats kommen aus dem Eine-Welt-Laden. "Und wer gerade mal kein passendes Kleingeld hat oder Hilfe bei der Bedienung braucht, da helfen unsere Mitarbeiter am Empfang auch gerne weiter." Der Automat ist dabei einer von vielen Aspekten, bei denen Nachhaltigkeit in der Stadtbibliothek eine Rolle spielt: " Alleine das Grundprinzip der Bibliothek, ein Buch bzw. ein Medium an mehrere Menschen auszuleihen, enthält dies ja schon. Aber es gibt bei uns noch weitere Möglichkeiten. Wir sammeln alte CDs, bei uns kann man Sets ausleihen, um den Stromverbrauch von Geräten zu testen und seit neustem sammeln wir auch alte Handys. Hier werden Stoffe entnommen und sortiert, die wiederverwertet werden können und was davon als Erlös übrig bleibt geht an den BUND."

Auch für die Kampagne Fairtrade Town ist der Automat ein Aspekt von vielen, um für das Thema zu sensibilisieren und Produkte an die Frau oder den Mann zu bringen, erklärt Steuerungsgruppenmitglied Eugen Godoj: "Immer mehr Gastronomen und Supermärkte machen mit und bieten Fair Trade-Produkte an, aber auch sonst versuchen wir in allen Bereichen diesen Gedanken einzubringen. In unserem Führer oder auch im Internet sind alle Beteiligten zu finden. Hier erläutern wir zum Beispiel auch die unterschiedlichen Label." Vom Fairen Handel profitieren weltweit jedes Jahr direkt und indirekt rund 10 Millionen Menschen. Ihnen wird für ihre Arbeit ein fairer Lohn gezahlt, der ihnen Schulbildung, Zugang zu medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser ermöglicht. Dies wird realisiert durch die Zahlung der Fairtrade-Prämie.

Weitere Informationen: fairtrade-mg.de