Der erste Glasfaserkunde ist am Netz

Breitbandausbau in Mönchengladbach schreitet voran

Lange hatte Familie Görtz am Eickelnberg mit ihrem alten Internetanschluss zu kämpfen. Veraltete Technik und eine mangelnde Ausbauperspektive sorgten für viel Frust. Als Teil des Breitbandförderprogramms des Bundes, über das die Vitusstadt Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 7,4 Millionen Euro erhält, konnte das unterversorgte Haus am Rande von Genhausen ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Familie Görtz surft seitdem mit garantierten 400 Mbit/s, upgradefähig ist der Anschluss bei Bedarf sogar auf 1.000 Mbit/s gesicherter Bandbreite. Weiterer Vorteil: Auch die Uploadgeschwindigkeiten, mit denen Daten von zuhause ins Netz hochgeladen werden, sind nun superschnell und garantiert.

Der erste Anschluss ist der Start der Glasfaser-Aktivierung von über 1.100 unterversorgten Haushalten im Stadtgebiet. Durchgeführt wird der Ausbau durch den Anbieter Deutsche Glasfaser. „Aktuell entsteht ein 160 Kilometer langes Glasfasernetz zur Erschließung der unterversorgten Haushalte. Ein enormes Pensum, welches wir innerhalb von nur zwölf Monaten umsetzen. Trotz der Corona-Situation liegen wir dabei gut im Zeitplan, bis Ende des Jahres sind alle Anschlüsse aktiv“, sagt Ralf Monschau, Projektleiter von Deutsche Glasfaser für das Förderprojekt. Ein Hausanschluss ist während der Bauphase kostenlos, hierzu müssen die Anwohner lediglich einen Dienstevertrag abschließen. Für einen Anschluss nach Abschluss des Projekts werden Gebühren fällig, die dann individuell kalkuliert werden. Um sich ausreichend informieren zu können, hat Deutsche Glasfaser ein Baubüro, Am Wickrather Tor 19, eröffnet, das jeden Freitag von 11 bis 15:30 Uhr geöffnet ist. Auf Seiten der Stadt Mönchengladbach wird das Projekt bei der städtischen Wirtschaftsförderung (WFMG) begleitet und koordiniert. „Ohne die Fördergelder wäre ein Ausbau nicht möglich gewesen. Der Zeitplan ist eng, die Strecke groß, doch aktuell läuft alles nach Plan“, so der städtische Gigabitkoordinator Benjamin Schmidt. Im Nachgang an den geförderten Ausbau sollen auch eigenwirtschaftlich weitere Standorte ins Blickfeld genommen werden. „Wir planen aktuell weitere Ausbaumaßnahmen ohne öffentliche Zuschüsse, zum Beispiel um in Dörfern wie Genhodder alle Adressen mit Glasfaser zu versorgen. Hierzu gibt es Anfang August finale Gespräche, im Anschluss werden wir auch darüber informieren.“  Weitere Infos zum Förderprojekt sind unter www.stadtmg.de/breitband verfügbar.

Das Förderprojekt gliedert sich in die städtische Gigabit-Strategie ein, das im März 2020 veröffentlicht wurde. Darin werden aktuelle Versorgungslagen, Ausbauprojekte und strategische Handlungsfelder beschrieben. Das Dokument steht unter www.wfmg.de/fuer-gladbach/digitale-infrastruktur als Download zur Verfügung.