Das Schauspiel ,,Dreck“ wird vorgestellt

Bei einer Matinee am 16. Februar im Theater Mönchengladbach gibt es erste Einblicke in die Inszenierung von Steve Karier.

Mönchengladbach. Sad, so nennt er sich, verkauft Rosen. Jede Nacht bricht der junge Mann auf und läuft mit einem Strauß roter Rosen von Kneipe zu Kneipe. 50 Rosen, 58 Lokale, 12 Kilometer. Seine Heimatstadt, so erzählt er, ist das irakische Basra, die er wegen des Kriegs verlassen hat. "Ich bin Deserteur. Ich wollte Deutsch lernen, nicht Krieg!" Und nun ist er zwar endlich dort, wo man seine geliebte deutsche Sprache spricht, aber er ist illegal hier und niemand redet mit ihm. Sad erzählt von seinem Leben als Fremder und macht sich dabei die Ablehnung, die ihm entgegenschlägt, auf groteske Art zu Eigen. Er zieht sich die rassistischen Klischees und Stereotypen an wie einen für ihn bestimmten Anzug. - Eine Unterwerfungsgeste? Ein provokantes Spiel? Oder beißender Spott?

Robert Schneider wurde mit dem Roman "Schlafes Bruder" berühmt. Sein 1991 geschriebenes Monodrama Dreck wurde 1993 uraufgeführt und seitdem über 90 Mal inszeniert

.Am Theater Mönchengladbach spielt der junge Schauspieler Raafat Daboul das Monodrama von Robert Schneider und tourte damit bereits erfolgreich durch die Schulen. Der syrische Schauspieler wurde1992 in Damaskus geboren, wo er auch auf die Schauspielschule ging. Seit 2015 lebt und arbeitet Raafat Daboul in Deutschland.

Bei einer Matinee am Sonntag, den 16. Februar um 11.15 Uhr stellen Dramaturg Martin Vöhringer und Schauspieler Raafat Daboul das Stück in der Theaterbar vor.

Die Premiere findet am Donnerstag, den 20. Februar um 20 Uhr im Studio des Theaters Mönchengladbach statt.

Karten sind erhältlich unter 02166/6151-100 oder auf www.theater-krmg.de.