Das Gymnasium Am Geroweiher in Suqian / China: deutsch-chinesischer Schüleraustausch

Die Familie bietet mir so viel an, ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht so viel zurückgeben kann, wenn sie uns in Deutschland besuchen." Das sagt Chiara, eine von neun Schülerinnen und Schülern vom Gymnasium Am Geroweiher, die sich mit Andrea Jansen, Koordinatorin für internationale Kontakte am Gymnasium, und Schulleiter Dr. Christian Dern nach China aufgemacht haben. Die erste Begegnung zwischen den deutschen und chinesischen Schülern findet in der Mönchengladbacher Partnerstadt Suqian im Osten von China statt.

Gelandet ist die Gruppe aus dem Gymnasium Am Geroweiher in Shanghai, das sie nach einem Tag Besichtigung mit dem Highspeed-Zug Richtung Suqian verlassen haben. In Shanghai wurde das neue China bestaunt und das alte China in der Altstadt mit einem großen Tempel des Stadtgottes bewundert.

Die Kooperation zwischen der Zhongwu International School und dem Gymnasium Am Geroweiher ist vor einem Jahr besiegelt worden, nun findet der erste Austausch statt. Geplant ist, dass die chinesischen Schüler im nächsten Schuljahr nach Deutschland kommen. "Es mussten viele Formulare ausgefüllt werden und es gingen unzählige Mails zwischen China und Deutschland hin und her, aber nun haben wir es geschafft, dass wir uns mit neun Schülern in das Reich der Mitte aufmachen konnten, damit die Schülerinnen und Schüler in einem Land Kontakte knüpfen können, das in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in der Welt spielen wird. China war in der Vergangenheit über viele Jahrhunderte die zentrale Weltmacht und ist auf dem Weg, diese Rolle wieder einzunehmen. Diese Kultur vor Ort kennenzulernen, kann für unsere Schüler nur gut sein", so Christian Dern.

"Die Gastfreundschaft, die wir hier erleben, ist überwältigend", so Andrea Jansens erster Eindruck von der Mönchengladbacher Partnerschule. "Interkulturell lernen die Schüler einmalig viel. Der Unterricht in Tai Chi und Kalligraphie kommt besonders gut an, aber auch die ganz normale Englischstunde in einer 9. Klasse ist schon spannend", so der Eindruck von Frau Jansen.

"Die Schüler sind so herzlich und freuen sich riesig, dass wir zu ihnen gekommen sind. Das ist ein tolles Erlebnis", findet Celine Peters. Das können alle bestätigen. "Ich mag die Schüler hier total", ist das Resümee von Stella Kangas.

Die Gruppe fliegt am Freitag zu ihrer zweiten Schule in Shenzhen, zur Shenzhen High School of Science. In Shenzhen, das direkt neben Hongkong liegt, bleibt die Gruppe noch bis Dienstag, bevor es dann nach Deutschland zurückgeht.