"Campuspark“ erweitert das Sportangebot

Das Umfeld des Grenzlandstadions wird zu einem „Campuspark“ entwickelt. Sofern der Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung den ersten Bauabschnitt beschließt, entstehen auf dem Gelände des ehemaligen RSV-Stadions zwei Kunststoffrasen-Spielfelder mit Flutlichtanlage und ein multifunktionell nutzbares Gebäude mit einer entsprechenden Quartiersanbindung. Die Details der Planung wurden jetzt in einer gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses und des Freizeit-, Sport- und Bäderausschusses vorgestellt.

Geplant wird ein rund 550 Quadratmeter großes Multifunktionsgebäude, das Sportlern, Schulen, Vereinen sowie kulturellen- und sozialen Einrichtungen zur Verfügung stehen soll. Das Gebäude wird mit vier Umkleideräumen, Schiedsrichterräumen, entsprechenden Sanitäreinrichtungen und einem rund 100 Quadratmeter großen Mehrzweckraum für Kursangebote ausgestattet. Ein weiterer rund 60 Quadratmeter großer Raum steht dem Rheydter Spielverein zur Verfügung. Die Stehstufenanlagen des RSV-Stadions werden zurückgebaut. Es entstehen zwei neue Stehstufenanlagen vor der Tribünenanlage und vor dem Multifunktionsgebäude. Die Tribüne des alten RSV-Stadions mit seinen rund 800 Sitzplätzen sowie die Gastronomie im unteren Teil des Bauwerks bleiben unverändert bestehen. Die Sportflächen sollen für den Breiten-, Schul- und Vereinssport genutzt werden. Ein beleuchteter öffentlicher Fußweg durch das anliegende Grenzlandstadion soll eine übergeordnete Verbindung zwischen den Quartieren ermöglichen. „Durch diese Baumaßnahme entsteht ein neues Sportzentrum, das in zentraler Lage vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bietet“, so Sportdezernent Dr. Gert Fischer. Optional könnten zu einem späteren Zeitpunkt noch ein Trainings- und Bewegungshügel als Fitnessbereich und ein zeitgemäßer Skatebereich angelegt werden.

Die Kosten für den Campuspark belaufen sich auf rund 7,3 Millionen Euro, die Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei 4,6 Millionen Euro. Im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes beträgt der Förderanteil des Bundes 90 Prozent, so dass der städtische Eigenanteil für die erste Baumaßnahme rund 460.000 Euro beträgt. Da die Maßnahmen nach diesen Vorgaben bis zum Jahresende 2020 abgeschlossen sein müssen, soll nach dem Ratsbeschluss umgehend mit den entsprechenden Ausschreibungen begonnen werden.