Brückenbaumaßnahmen laufen auf Hochtouren

Mönchengladbach bringt seinen Brücken wieder auf Trab. Derzeit laufen im Stadtgebiet einige Baumaßnahmen, um die in die Jahre gekommenen Brückenbauwerke zu sanieren.

  Derzeit sind sieben Brücken der Stadt im Bau (Lindenstraße, Haiderfeldstraße, Ritterstraße, Bahnstraße, An den Holter Sportstätten, Fliethstraße, Viersener Straße am Friedhof). Dazu kommen fünf Brücken der Deutschen Bahn AG (Graf-Haeseler-Straße, Rönneterweg, Krefelder Straße, Kabelstraße und Dahlener Straße) und eine Brücke des Landesbetriebes Straßen NRW an der Kaldenkirchener Straße. Das Investitionsvolumen für die Brücken in städtischer Hand beläuft sich auf rund 5,8 Millionen Euro. Die Fertigstellung dieser Bauwerke ist zwischen Januar und Mai 2020 geplant.

Zwei Brücken über die Hermann-Piecq-Anlage sind in Planung: an der Viersener Straße und an der Bettrather Straße. Letztere wird als reine Fuß- und Radwegebrücke geplant. Insgesamt drei Varianten wurden im Planungs- und Bauausschuss vorgestellt: Bei einer reinen Instandsetzung mit Umbau der Brücke würden Kosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Nutzungsdauer ist mit 40 Jahren veranschlagt. Eine temporäre Behelfsbrücke wurde ebenfalls durchgerechnet: Für eine Mietdauer von zehn Jahren müssten rund 1,4 Millionen Euro angesetzt werden. Variante drei ist ein Ersatzneubau als reine Fuß- und Radwegebrücke. Die Gesamtkosten lägen bei rund drei Millionen Euro, die Nutzungsdauer bei 80 Jahren. Darüber hinaus gibt es bei dieser Variante die Möglichkeit, Fördermittel in Anspruch zu nehmen, die den städtischen Eigenanteil auf rund eine Millionen Euro reduzieren würden. „Der Förderantrag liegt beim Fördergeber, der uns eine Förderung bereits in Aussicht gestellt hat. Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres eine Zusage haben“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Bereits im Rahmenplan Abteiberg, dem Masterplan Nahmobilität oder in der Planungswerkstatt zu den Maria-Hilf-Terrassen wurde diese Brücke als wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Naherholungsbereich „Bunter Garten“ identifiziert.  „Wir werden zur Qualifizierung einen Wettbewerb durchführen und in diesem auch die Forderung einer Begrünung einbringen. Eine ‚Landschaftsbrücke‘ für den Fuß- und Radverkehr stärkt zum einen den nicht motorisierten Individualverkehr, zum anderen schafft sie einen ökologischen Mehrwert“, so Dr. Bonin weiter.

Der Planungs- und Bauausschuss beschloss darüber hinaus auch einstimmig den Überbau der Brücke Viersener Straße und folgte damit der Empfehlung der Bezirksvertretung Nord. Die alten Überbauten der Brücke werden durch einen neuen Überbau in Stahlverbundweise ersetzt. Die Nutzungsdauer ist mit 60 Jahren deutlich länger als eine bloße Ertüchtigung des Bauwerks. Außerdem kann die Brücke so auch den heutigen, deutlich höheren Verkehrsbelastungen gerecht werden. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,9 Millionen Euro.

Im Zuge der Baumaßnahme „Roermonder Höfe“ wurde die stadteinwärts verlaufende Rampe der Fußgängerbrücke über die Fliethstraße zurückgebaut. Die Rampe wird durch eine Treppe ersetzt, so dass an dieser Seite ein beidseitiger Treppenaufgang entsteht. Auf der anderen Seite wird die Spindeltreppe aus wirtschaftlichen Gründen nicht erneuert. Diese Treppe wird durch eine neue Stahlkonstruktion mit Betonblockstufen ersetzt. Im Zuge dieser Arbeiten wird darüber hinaus die schadhafte Beschichtung der Lauffläche erneuert. Da die Unterseite der Brücke sowie die Seitenfläche mit einem Oberflächenschutzsystem beschichtet werden, müssen Sperrungen der Fliethstraße vorgenommen werden. Geplant ist auch eine Illumination der Fußgängerbrücke, die ein Entree zu den Roermonder Höfen ist.

Die Deutsche Bahn investiert in ihre Brücken in Mönchengladbach rund 18,6 Millionen Euro. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist zwischen April und September 2020 geplant. Mit der Fertigstellung der Brücke des Landesbetriebes Straßen NRW an der Kaldenkirchener Straße wird Ende 2019 gerechnet. Straßen NRW investiert 250.000 Euro.