Biberdamm wurde gezielt zerstört

Bruchwald im Naturschutzgebiet ist trocken gefallen

Am vergangenen Wochenende (25./26. Januar) wurde das bisher einzige Bibervorkommen in Mönchengladbach am Knippertzbach mutwillig zerstört. 
Durch den gezielten Aufbruch des Biberdamms ist der vormals großflächig unter Wasser stehende Bruchwald im Naturschutzgebiet nun trocken gefallen. 
Gleiches gilt für den Erdbau des Bibers. Die Untere Naturschutzbehörde hat nach Eingang der Meldung durch den Schwalmverband und einer direkten Ortsbegehung am Montag, 27. Januar, bei der Polizei Mönchengladbach Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der erheblichen Störung sowie der Zerstörung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten einer besonders streng geschützten Tierart eingeleitet. "Diese Zerstörung ist kein Kavaliersdelikt, sondern stellt eine Straftat dar, die mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet wird", betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Der vom Biber geschaffene Damm habe dafür gesorgt, dass weite Flächen des Waldgebietes konstant mit Wasser bedeckt waren und sich so eine ökologische Vielfalt entwickeln konnte. 
"Durch die Zerstörung des Damms und der damit verbundenen starken Absenkung des Wasserspiegels wird der Charakter des Erlenbruchs stark beeinträchtigt", zeigt sich Barbara Weinthal, Leiterin des Fachbereichs Umwelt, schockiert. 
Die Untere Naturschutzbehörde Mönchengladbach ist um jeden Hinweis zur Aufklärung des Falles dankbar. Hinweise und weitere Fragen nimmt die Untere Naturschutzbehörde gerne telefonisch unter 02161 / 25 8267 entgegen.