Benediktpreis von Mönchengladbach

5.000 Euro Preisgeld gehen an Verein „Gesicht Zeigen!“

Mönchengladbach – Schon bei der Verleihung des Benediktpreis von Mönchengladbach 2018 kündigte die Gewinnerin Dunja Hayali an, ihr Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro spenden zu wollen. Nun gab sie die Organisation bekannt: Es ist der Verein „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“, bei dem sich Hayali seit über zehn Jahren engagiert.

„Gesicht zeigen ist wichtig, denn wer wegschaut macht sich mitschuldig. Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V. setzt sich gegen Rassismus, Links- und Rechtsextremismus, Homophobie und Islamophobie und Antisemitismus ein“, sagte Hayali. „Ich gehe mit ihnen dahin, wo Aufklärung meiner Meinung nach noch am meisten bewirken kann: in Schulen. Ein Verein, der in diesen Zeiten wichtiger denn je ist, braucht jeden Cent“, begründete die Preisträgerin ihre Spende.

Hayali erhielt den Benediktpreis von Mönchengladbach aufgrund ihres couragierten und vorbildlichen Eintretens für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft und ihr Engagement gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung.

Der Benediktpreis von Mönchengladbach wurde in 2018 im 50. Jahr vergeben und ist seit seiner Neuausrichtung 2013 neben dem Aachener Karlspreis und dem „Preis des Westfälischen Friedens“ in Münster der dritte Preis in Nordrhein-Westfalen mit landesweiten Anspruch und überregionaler Bedeutung. Er wird alle zwei Jahre in Mönchengladbach verliehen. Mit ihm werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, deren wertorientiertes Verhalten vor dem Hintergrund christlich-abendländischer Erfahrungen in besonderer Weise herausragt und die durch grundlegende Beiträge vor allem in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur Beispielhaftes für die Zukunft geleistet haben. Preisträger waren zuletzt 2014 Jean-Claude Juncker und 2016 Königin Silvia von Schweden.