Anzahl der Zuzüge überwiegt, aber Sterberate liegt über Geburtenrate

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 liegt die Einwohnerzahl in Mönchengladbach bei 270.458

Die Statistikabteilung des Dezernates VI Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt hat die Bevölkerungsdaten von 2019 mit den Daten aus 1989 verglichen. In den letzten 30 Jahren ist ein Bevölkerungszuwachs von rund 10.000 Bürgerinnen und Bürgern zu verzeichnen. 1989 zählte die Vitusstadt 261.210 Einwohner. Mit Stichtag 31. Dezember 2019 liegt die Einwohnerzahl nun bei 270.458 (2018: 270.429). 
Das starke Wachstum der letzten Jahre hat sich auf ein hohes Bevölkerungsniveau eingependelt. Seit 2013 stiegen die Zahlen um rund 9.000, seit 2017 bleiben sie von Jahr zu Jahr relativ stabil.

1989 stand Mönchengladbach auch am Beginn einer Wachstumsperiode. 
Bis 1994 stieg die Anzahl der Einwohner um rund 8.000 an. In den Folgejahren musste die Stadt aufgrund des demografischen Wandels mit stagnierenden bzw. sinkenden Zahlen zurechtkommen. Auch damals wurde das Wachstum in erster Linie durch Zuzüge erzielt. "Der Vergleich mit 1989 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, mit entsprechenden Wohnangeboten weitere Zuzüge von außerhalb zu ermöglichen und so ein hohes Wachstumsniveau zu halten, zumal die Anzahl der Sterbefälle in den nächsten Jahren auch weiterhin über die Anzahl der Geburten liegen wird. 
Allerdings zeigt die damalige Entwicklung auch, dass eine Stadt ihre Einwohner nur halten kann, wenn sie über eine entsprechende Lebensqualität verfügt. 
Und daran müssen wir ebenfalls arbeiten", so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Rechnet man die Fortzüge von den Zuzügen ab, verzeichnete Mönchengladbach im vergangenen Jahr einen "Überschuss" von 717 (2018: 618). Es gab also mehr Zu- als Fortzüge. 1989 waren es sogar 2.961. Die Anzahl der Sterbefälle liegt allerdings gegenüber der Anzahl von Geburten heute um ein Vielfaches höher als 1989. 2019 betrug die Differenz -703 (2018: -767), im Jahr 1989 waren es "nur" 117. 
Vergleicht man die häufigste Staatsangehörigkeit der Nicht-deutschen Einwohner, so bleibt die türkische Bevölkerungsgruppe auch nach 30 Jahren weiter Spitzenreiter (2019: 7.644, 1989: 7.966). Einwohner aus dem ehem. Jugoslawien (1.853) und Italien (1.396) folgten 1989 auf den weiteren Plätzen. Heute sind es Polen (4.006) und Syrer (3.538).