Anmeldung zum Kita-Jahr 2018-2019: Fachbereich Kinder, Jugend und Familie informiert

Bekommt mein Kind einen Kita-Platz oder einen Platz in der Tagespflege für das im August beginnende Kindergartenjahr? Das ist die Frage, die sich alle Eltern stellen, die sich über den KITA-Navigator der Stadt Mönchengladbach angemeldet, bisher aber noch keine verbindliche Zusage erhalten haben. Deshalb informiert der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Mönchengladbach jetzt über die aktuelle Situation.

 

Das wichtigste Nachricht vorweg: Bisher mussten - wie auch in den Vorjahren - noch keine Ablehnungsbescheide im Rahmen des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz verschickt werden. Ob in diesem Jahr ein Zeitpunkt eintritt, an dem Eltern kein freier Betreuungsplatz mehr vermittelt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar, teilt der Fachbereich mit.

 

Wie läuft das Anmeldeverfahren weiter?

 

Anfang Mai wurde eine zentrale Platzabsage an alle Eltern versandt, deren Vormerkung ihres Kindes im Kita-Navigator in den bisherigen Wunscheinrichtungen nicht erfüllt werden konnte. Insgesamt erhielten 3.011 Eltern eine derartige Mitteilung. Gleichzeitig wurde diesen Eltern jedoch auch das Angebot unterbreitet sich mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie in Verbindung zu setzen, sofern die Eltern nicht auf die Bereitstellung eines Betreuungsplatzes in den bisherigen Wunscheinrichtungen warten können.

 

Diesen Eltern wird anschließend von der Koordinierungsstelle des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie ein Vordruck zugesandt um den individuellen Betreuungsbedarf zu erfragen und zu belegen. Erfahrungsgemäß nimmt nur ein Teil der angeschriebenen Eltern das Angebot in Anspruch. Ein Großteil der Eltern wartet tatsächlich auf einen zukünftig  freiwerdenden Betreuungsplatz in einer Wunscheinrichtung. 

 

Für die Eltern, die das Angebot des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie in Anspruch nehmen und die ihren dringenden Betreuungsbedarf verdeutlichen, wird anschließend eine Vermittlung des Kindes in eine passgenaue Betreuung in einer anderen Kindertageseinrichtung vorgenommen.  Aktuell stehen dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie hierfür noch Restplätze zur Verfügung.

 

  Wann gehen neue Plätze ans Netz?

 

Auf Basis der Stadtrat im Juli 2017 beschlossenen Kita-Ausbauplanung können bereits zu Beginn des Kindergartenjahres 2018/2019 zusätzliche Betreuungsplätze entstehen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass zum 1. September 2018 zwei neue Standorte in Betrieb genommen werden können (Vossenbäumchen, Hardter Waldstraße). Zusätzlich plant ein Träger die Eröffnung einer Waldkindergartengruppe am Standort Sonnenstraße. Zudem wird etwa Mitte November eine 5-Gruppen Containeranlage Am Beekerkamp den Betrieb aufnehmen und bereits Anfang Januar 2019 die neue Kindertageseinrichtung Roermonder Höfe.

 

Durch diese entstehen insgesamt 230 neue Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter. Neben diesen neuen Projekten wird intensiv an dem Aufbau von weiteren Betreuungsplätzen im Rahmen der Tagespflege, der Betreuung in LENA-Gruppen und Containeranlagen  gearbeitet. Der Fachbereich geht davon aus, dass noch in diesem Jahr mindestens sechs neue LENA-Gruppen und Großtagespflegestellen den Betrieb aufnehmen – zwei im Stadtbezirk Nord, drei im Stadtbezirk Süd und eine im Stadtbezirk West.

 

Schließlich forciert die Stadtverwaltung den Bau von fünf weiteren Containeranlagen mit jeweils fünf Gruppen im Stadtgebiet. Sollten alle beschriebenen Projekte im Verlauf des Jahres 2018 realisiert werden können, werden insgesamt rund 790 neue Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter entstehen. Weitere vom Stadtrat beschlossene Einrichtungen werden im Jahr 2019 den Betrieb aufnehmen.

 

Wer hat Anspruch auf einen Betreuungsplatz?

 

Kinder ab der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum Schuleintritt haben Anspruch auf eine Förderung in einer Kindertageseinrichtung, Kinder ab der Vollendung des ersten Lebensjahres bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres haben Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege zu fördern wenn bestimmte Kriterien vorliegen.

 

Das von der Stadt Mönchengladbach angewandte Vergabeverfahren entspricht den gesetzlichen Vorgaben und dem vom Oberverwaltungsgericht Münster festgelegten Kriterienkatalog: Die höchste Priorität bei der Platzvergabe haben Kinder, bei denen das alleinerziehende Elternteil oder beide Eltern voll berufstätig sind.

 

Wichtig: Die Stadt muss den Rechtsanspruch auf Betreuung nicht in einer bestimmten (von den Eltern gewünschten) Kindertageseinrichtung erfüllen, sondern innerhalb einer zumutbaren Entfernung um den Wohnort der Familie.