An der Steinmetzstraße entstehen die „Stonecutter Offices“

„Stonecutter Offices“ – eine englischsprachige Anspielung auf die Steinmetzstraße – soll der neue Bürokomplex heißen, den die Aachener Vincero Holding GmbH & Co. KG als Investor und Bauherr auf der Brachfläche an der Kreuzung von Steinmetz- und Bismarckstraße errichten wird. Nach dem Konzept des Entwicklers GPM Development und Plänen der Architekten Horbach + Kleicker – jeweils ebenfalls aus Aachen – soll der Fokus des Projekts auf modernen und flexiblen Büroeinheiten liegen. Im Erdge-schoss sind zusätzliche Flächen für Handel, Gastronomie oder Dienstleistung geplant.

Die städtische Entwicklungsgesellschaft (EWMG) hatte das Grundstück verkauft, gemeinsam mit Vertretern der Stadt, der EWMG und der Wirtschaftsförderung (WFMG) wurde das Konzept für die Bebauung des Grundstücks intensiv abgestimmt. Die Baugenehmigung ist erteilt, bereits im September soll es auf die Baustelle gehen. Die Fertigstellung wird für das vierte Quartal 2019 angestrebt. Konkret geplant sind auf dem 1700 Quadratmeter großen Grundstück auf fünf Etagen insgesamt 2700 Quadratmeter Büroflächen sowie 600 Quadratmeter Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Darunter entsteht eine Tiefgarage. Die Vermarktung der Flächen soll zeitnah beginnen. Die Mietpreise sollen bei 12 Euro/Quadratmeter beginnen.

 

Angesichts eines Zuwachses an Büroarbeitsplätzen in Mönchengladbach von 41.350 auf 45.000 zwischen 2013 und 2017 „wird die Nachfrage definitiv da sein“, sagte Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer von EWMG und WFMG, bei der Vorstellung des Projekts. Aktuell 1,139 Millionen Quadratmeter an Bürofläche in der Stadt bedeuteten einen Spitzenwert, der aber noch weiter steigen werde. Die Leerstandsquote von 4,8 Prozent sei im gesunden Bereich.

 

Für den Investor, Prof. Dr. Theo Lieven, geschäftsführender Gesellschafter der Vincero Holding, hat das Projekt in seiner Geburtsstadt auch eine „emotionale Komponente“. Es ist nach einem Projekt an der Waldnieler Straße im Jahr 2013 bereits das zweite, das der Gründer der Vobis Microcomputer AG und heutige Professor an der Universität in St. Gallen in seiner Heimat realisiert. Die Aufbruchstimmung, die Mönchengladbach ausstrahle, sei „mit ein ausschlaggebender Faktor“ für das Projekt gewesen, sagte Jens Graaf, Geschäftsführer von GPM Development. Architekt Wolfgang Kleicker bezeichnete die Architektur als „schlicht, elegant und sehr modern“. Er verwies auf die Multifunktionalität des geplanten Gebäudes: Sowohl klassische Einzelbüros, Einzelbüros mit Kombizone als auch moderne Open-Space-Konzepte mit individuellen Meeting-Zonen seien möglich, die Büroeinheiten könnten von 300 bis über 3000 Quadratmeter groß sein. Eine ideale Beleuchtung sowie die energetische Optimierung mit einem Konzept zur Nachtkühlung rundeten die Ausstattung ab. Durch die Auskragung des Gebäudes entstehe im Erdgeschoss zudem die Anmutung eines Arkadengangs.