An den Schulbauten in Mönchengladbach passiert viel – Beispiel Grundschule Eicken

Beim Betreten der Grundschule Eicken kommt einem direkt wohliger Duft in die Nase. Ganz praktisch ist passend zur Vorweihnachtszeit Plätzchenbacken angesagt. Doch für eine wohlige Atmosphäre sorgt nicht nur der Duft. Denn bis zum Gebäude geht es erst einmal vorbei an einem modernisierten Kleinspielfeld mit Kunstrasen und über den neu angelegten Schulhof mit einem Kletterseilgarten. Der Altbau, der dann folgt, kann zwar nicht verhehlen schon älteren Semesters zu sein, aber mit allen sanierten Decken und der Ausstattung fühlen sich die Schüler auch hier sichtlich wohl. Dazu tragen auch die neuen Toilettenanlagen im neuen Schulgebäudeteil bei. Mit einem Dach verbunden, können die Schüler trocken hinüber. "Klar, der neue Kletterseilgarten und das Spielfeld daran haben unsere Schüler natürlich besonders Spaß, aber gerade auch über die neuen Toiletten freuen sich alle", berichtet die Schulleiterin Beate Schweitzer.

In letzter Zeit ist so an dieser Grundschule viel passiert und der Fachbereich Schule und Sport hat zusammen mit der Hochbauverwaltung (GMMG) einiges angepackt: Schulhofsanierung, zusammen mit Einfahrt und Lehrerparkplatz für rund 460.000 Euro, Kletterseilgarten für rund 34.500 Euro, ein Ballfangzaun rund 55.500 Euro, Ausbesserung des Kunstrasens beim Spielfeld rund 8.000 Euro, eine Stützwand rund 46.000 Euro und ein Erweiterungsbau für rund 1,3 Millionen Euro, insgesamt also rund 1,9 Millionen Euro allein an der Grundschule Eicken. "Das alles ist hauptsächlich durch die Fördermittel aus Gute Schule 2020 finanziert. Diese Fördermittel machen es uns aktuell möglich, wirklich was an den Schulen zu machen. Insgesamt haben wir da alleine bei Gute Schule 2020 rund 36 Millionen Euro schon verplant bzw. wie hier an der Grundschule Eicken schon verbaut", sagt Harald Weuthen, Fachbereichsleiter Schule und Sport.

Dem können Ria Sonntag-Blank und Michael Gerhardt von der GMMG nur zustimmen. "Und gerade hier an der Schule war es durch die örtlichen Gegebenheiten schon eine Herausforderung. Aber es haben alle super mitgemacht und sind Kompromisse eingegangen", sagt Sonntag-Blank. Was aber für Schulleiterin Schweitzer selbstverständlich gewesen ist: "Schließlich wussten wir, dass es ohne Baustellen keine Verbesserung geben wird. Und es hat sich ja wirklich ausgezahlt."

Neben den Außenanlagen beeindrucken dabei auch die beiden neuen Klassenräume. Von innen prägt Holz alles. "Und man merkt auch direkt das bessere Raumklima", sagt Weuthen, "durch das Holz riecht es gar nicht nach Schule, wie man es selbst vielleicht noch aus Schulzeiten kennt." Und in diesem neuen Gebäude ist das sogar ganz ohne Plätzchenduft der Fall. Ähnliche Bauten werden im kommenden Jahr für die OGATA unter anderem an den Grundschulen Venn, Pahlkestraße, Nordstraße und Astrid-Lindgren zu finden sein, berichtet Weuthen: "Gerade machen wir von Stadtseite so viel an Schulen. Denn noch nie hatten wir so viele Fördermittel zur Verfügung. Wenn man alle Programme zusammen rechnet dürften es rund 100 Millionen Euro sein. Klar, es gab auch lange einen Sanierungsstau. Aber ohne diese Mittel wären die aktuellen Arbeiten und was alles noch kommt, nur mit dem Haushalt nicht zu machen und wir hoffen, dass es in den nächsten Jahren weitere Förderprogramme für Schulen geben wird." Was möglich ist, da ist die Grundschule Eicken auf jeden Fall ein gutes Beispiel und so ist hier in einem nicht ganz anspruchslosen Quartier ein wirkliches Wohlfühl-Schul-Ensemble entstanden, das sich sehen lassen kann.