Alphabetisierungskurse an der VHS: Beratung am 27. August von 17 bis 20 Uhr

Über sechs Millionen erwachsene Bundesbürger verfügen über so geringe Lese- und Schreibkenntnisse, dass sie als (funktionale) Analphabeten gelten - alleine in Mönchengladbach sind das nach der Statistik rund 19.000 Männer und Frauen. Manche von ihnen kennen die Buchstaben, können aber nicht lesen. Andere verstehen leichte Texte, haben jedoch massive Probleme beim Schreiben. Bedenklich ist, dass jährlich fast 90.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen und damit zur Risikogruppe gehören.

Menschen mit Lese- und (Recht-) Schreibschwächen verbergen häufig ihre Schwierigkeiten. Sie leben ständig mit der Angst, ihr Problem könnte erkannt werden. Sie befürchten, bloßgestellt zu werden oder ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Es fällt ihnen schwer, einen Lese- und Schreibkurs zu beginnen und damit das Problem zu überwinden. Auch ist den meisten in aller Regel nicht bekannt, dass sich diese Fertigkeiten im Erwachsenenalter noch erwerben lassen.

Bundesweit nutzen bisher rund 20.000 Betroffene die Möglichkeit, in Kursen, zumeist an den Volkshochschulen, Lesen und Schreiben zu lernen. Auch die Volkshochschule Mönchengladbach bietet regelmäßig Alphabetisierungskurse an. Da Betroffene diese Information nicht lesen können, bittet die Volkshochschule, lese- und schreibunkundige Erwachsene auf diese Kurse aufmerksam zu machen.

Wer an solch einem kostenlosen Lese- und Schreibkurs teilnehmen möchte, sollte sich vorher in einem persönlichen Gespräch beraten lassen. Am Dienstag, 27. August, von 17 bis 20 Uhr bietet die VHS an der Lüpertzender Straße 85 wieder eine Alphabetisierungs-Beratung an. Telefonische Anfragen können an Cleopatra Altanis, Tel. 02161/25-6410, gerichtet werden.

Weitere Infos zum Thema:

www.alphabetisierung.de 
www.grundbildung.de 
www.alphabund.de