16 Millionen Euro für die beiden Innenstädte

Es kann losgehen – die ersten Zuwendungsbescheide für Alt-Mönchengladbach sind da

Eine positive Nachricht erreichte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners jetzt aus Düsseldorf. Insgesamt 16 Millionen Euro sind für Städtebaufördermaßnahmen in den beiden Innenstädten aus den Töpfen des Landes, des Bundes und der EU bewilligt worden. Für Alt-Mönchengladbach ist dies erst der Anfang. Die Stadt erwartet weitere Bewilligungen. Für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung der Zentralbibliothek, für den Geropark und für einzelne weitere Maßnahmen werden noch in diesem Jahr weitere Anträge gestellt.

 

Insgesamt 12,5 Millionen Euro einschließlich Eigenanteil stehen der Stadt nun für die Maßnahme „Soziale Stadt Alt-Mönchengladbach“ zur Verfügung. Darin enthalten sind unter anderem die Umgestaltung des Platzes der Republik als Freiraum mit Anbindung an die Seestadt mg+, die Öffnung des Hans-Jonas-Parks und die Umsetzung der Westend-Promenade. Weitere 3,5 Millionen Euro einschließlich Eigenanteil stehen für die Maßnahme „Soziale Stadt Rheydt II“ zur Verfügung, unter anderem für die Aufwertung von Wohnstraßen, für die Fortführung der bespielbaren Stadt sowie für die Umgestaltung des geplanten Theaterparks und des Maria-Lenßen-Parks.

 

Vor gut einem Jahr hat die Stadt Mönchengladbach den Gesamtantrag zur Überführung des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepte (IHEK) Alt-Mönchengladbach in eine Städtebaufördermaßnahme gestellt und erste konkrete Einzelmaßnahmen beantragt. Knapp ein Jahr später erreichen die Stadt nun die ersten Zuwendungsbescheide, die den Ball sichtbar wieder ins Rollen bringen werden. „Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Stadt. Mit dem Zuwendungsbescheid für die ersten Maßnahmen können wir schon bald in die konkrete Umsetzung einsteigen. Die Arbeit vor Ort wird dann auch für die Öffentlichkeit wahrnehmbar“, freut sich Oberbürgermeister Reiners. 

Die Stadtverwaltung war im Laufe des vergangenen Jahres nicht untätig und hat bereits viele Vorarbeiten geleistet. Die Vergabeverfahren für die aktuell beschiedenen Projekte laufen seit Oktober dieses Jahres und die Büros können somit bereits sehr zeitnah zu den Zuwendungsbescheiden, im März 2019, beauftragt werden. Wir werden also nur noch wenige Wochen warten müssen, bevor das Quartiersmanagement seine Arbeit vor Ort aufnehmen kann und die Planungsbüros mit der Bearbeitung der baulichen Projekte mitsamt den damit verbundenen Öffentlichkeitsbeteiligungen beginnen können. Darüber hinaus wurden verwaltungsinterne Arbeitsgruppen eingerichtet, welche sich nicht nur mit den Themen Finanzen, Planung und Bau beschäftigen, sondern auch ganz intensiv die Themen Bildung, Kultur und Soziales bearbeiten. Alle Bereiche der Verwaltung sind in dieses Projekt involviert und tragen entscheidend zu dessen Erfolg bei

 

Mit den ersten Maßnahmen wird ein entscheidender Grundstein für die gesamte Fördermaßnahme, in erster Linie jedoch für die Weiterentwicklung der Innenstadt gelegt. „Wir haben die ersten Baumaßnahmen bewusst auf das gesamte Fördergebiet verteilt, damit der Startschuss überall wahrgenommen werden kann. Mit der Westend-Promenade, dem Hans-Jonas-Park und dem Platz der Republik greifen wir zudem genau die Stellen als erstes auf, von denen die größten Effekte auf ihre Umgebung ausgehen werden“, betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordnete Dr. Gregor Bonin und ergänzt. „Es geht allerding nicht nur um die reine Umgestaltung des öffentlichen Raumes, sondern wir betrachten auch immer das Ineinandergreifen der unterschiedlichen Nutzungen, die diese Räume flankieren und die Maßnahmen damit unterstützen. Beispielhaft sind das ein Jugendzentrum und eine Kirche im Westend, das Stiftisch Humanistische Gymnasium und die Volkshochschule im Hans-Jonas-Park oder das geplante Gladbach-Center und die Seestadt mg+ im Bereich des Platzes der Republik“.

 

Nicht weniger wichtig für den Erfolg der Gesamtmaßnahme ist die Beteiligung der Bevölkerung und der Akteure vor Ort. Mit der Beauftragung des Quartiersmanagements werden, analog zur Sozialen Stadt Rheydt, Förderungen im Bereich des Hof- und Fassadenprogramms oder zwei Verfügungsfonds zur Aktivierung des (ehrenamtlichen) Engagements innerhalb des Fördergebietes bereitgestellt. Hierzu wird es zu Beginn des 2. Quartals 2019 einige Informationsveranstaltungen geben, erläutert der Koordinator für Stadterneuerung, Dr.-Ing. Frank Schulz: „Wir müssen und wollen die Menschen vor Ort erreichen und sie für das Engagement innerhalb ihres Quartiers sowie die Mitarbeit am Gesamtprojekt gewinnen. Nur wenn uns diese Aktivierung gelingt, werden wir langfristig Erfolge in Bezug auf das Image und die Identität unserer Innenstadt erzielen.“