15 Millionen Euro für die Smart City Mönchengladbach

Bundesministerium erteilt Zuschlag für Förderprojekt

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat in einer weiteren Runde 18 Städte in Deutschland als „Modellprojekte Smart Cities“ ausgewählt. Die Stadt Mönchengladbach war eine von insgesamt 86 Städten, Kreisen und Gemeinden, die sich für das Förderprojekt beworben hatten. Jetzt wurde der Zuschlag erteilt. „Das ist eine tolle Nachricht. Die digitale Modernisierung und Entwicklung unserer Stadt ist ein wichtiges Zukunftsthema und eine Verpflichtung für die Menschen vor Ort im Sinne des Gemeinwohls. Durch die erfolgreiche Bewerbung und Aufnahme in das Modellprojekt eröffnen sich neue Wege, die Stadt effizienter und nachhaltiger aufzustellen“, freut sich Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners über die Förderzusage. Insgesamt 15 Millionen Euro an Fördermittel stehen nun zum Abruf bereit, um den digitalen Wandel in Mönchengladbach voranzutreiben.

Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.  Die Modellprojekte Smart Cities 2020 stehen unter dem Motto „Gemeinwohl und Netzwerkstadt / Stadtnetzwerk“. Die geförderten Projekte sollen aufzeigen, wie die Qualitäten der europäischen Stadt in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen werden können. Bereits im vergangenen Jahr wurden 13 Kommunen in Deutschland in der ersten Runde ausgewählt. Mönchengladbach gehörte nicht dazu, nutzte aber die Zeit, um sich intensiv auf Runde zwei des Auswahlverfahrens vorzubereiten.

In der ersten Phase des Förderprojektes wird die Entwicklung einer integrierten Smart City-Strategie unterstützt. Danach wird die Umsetzung der zuvor entwickelten Maßnahmen in Phase zwei gefördert. Martin Platzer, im Rathaus mit seinem Team zuständig für die digitale Transformation, spricht von einer Riesenchance: „Der digitale Wandel ist unumkehrbar und wirkt sich auf das alltägliche Arbeiten und Leben in unserer Stadt aus. Eine solche Förderung hilft uns dabei, diesen Wandel proaktiv zu gestalten.“ Grundvoraussetzung hierfür sei der souveräne Umgang mit Daten und eine enge Zusammenarbeit  zwischen Stadtverwaltung, Bürgern, Forschung und städtischen Gesellschaften. Die Bandbreite von möglichen Themen sei groß und reiche von „smarter Mobilität“ und „smartem Energiemanagement“ bis hin zu „Open-Data“. „Wichtig dabei ist, dass wir Maßnahmen nicht initiieren, weil sie technisch möglich sind. Wir müssen genau hinschauen, wo Digitalisierung den Menschen dient und in der Stadtentwicklung helfen kann“, so Platzer.  

Das Modellprojekt lebt von der Bürgerbeteiligung. Bei „Smart Cities“ soll die Öffentlichkeit die Chance erhalten, sich mit Ideen am Strategieprozess in Phase eins zu beteiligen. Als strategische Partner sind die Hochschule Niederrhein, WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH, NEW AG, Sozial-Holding GmbH, mags AöR und nextMG e.V mit eingebunden.