Umwelt

Freiraum, Klima, Mobilität

 

 

umwelt-mg+

steht für die Planung und Umsetzung der ökologischen Belange in der Stadtentwicklung im Sinne der Gesamtstrategie mg+ Wachsende Stadt.

Hier werden Ziele zum Erhalt und zur Verbesserung der Schutzgüter Luft, Klima, Landschaft, Boden und Wasser erarbeitet. Umwelt mg+ bündelt zudem über das Instrument der strategischen Umweltplanung  alle Konzepte und deren Umsetzung, die die Erreichung dieser Ziele unterstützen. Es  dient ebenfalls als Steuerungsinstrument um möglichen Fehlentwicklungen zu begegnen.

Über die Stadtentwicklungsplanung hinausgehend werden die Ergebnisse in die verschiedenen Planungsprozesse eingespeist, z. B. in die Gebietsentwicklungsplanung, die Flächennutzungsplanung, die Bebauungsplanung, Einzelbauvorhaben, Planungen von Bandinfrastruktur, Braunkohlenplanung, Betriebspläne, Grünordnungsplanung und Landschaftsplanung.

  

 

 

Projekt Grüne Welle

Mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger soll es mehr Grüne Wellen im  Mönchengladbacher Straßenverkehr geben. Zehn Wochen haben Freiwillige mit Hilfe
eines innovativen Systems Verkehrsdaten gesammelt. Die technische Voraussetzung
dafür schafften Spezialadapter für Fahrzeuge und eine App. Mit Hilfe eines Gutachters wurden die 2016 gesammelten Daten ausgewertet und die Ergebnisse in einem Abschlussbericht zusammengefasst.

Dank der 2,5 Millionen Datensätze aus 9.300 Fahrten entstand ein Gesamtbild über die alltägliche Verkehrssituation auf Mönchengladbachs Straßen. Auf 19 Strecken, darunter 14 Hauptverkehrsachsen, werden nun Ampelanlagen besser gesteuert. Die Erkenntnisse fließen zudem in die städtischen Mobilitätskonzepte ein.

Aufgrund der besonderen Form der Bürgerbeteiligung und dem außergewöhnlichen
Analyseverfahren ist dieses Projekt für den Deutschen Ingenieurpreis nominiert worden.

Parklandschaften

Bäume und Sträucher, Hecken, Blumen und Wiesen – urbanes Grün macht Mönchengladbach attraktiv und lebenswert. Die „Grüne Infrastruktur“ ist für die biologische Vielfalt sowie aus Umwelt- und Gesundheitsaspekten wichtig. Grünflächen regulieren die Temperatur in der Stadt und Pflanzen reinigen die Luft. Mehr als die Hälfte der Stadtfläche Mönchengladbachs besteht aus Grünflächen, Parks und Gärten, die von jungen bis alten Menschen täglich zur Erholung aufgesucht werden. Grünflächen sind Anziehungspunkte.


Unter Federführung der mags Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe
AöR werden in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Dezernat Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt, Gärten und Parks, wie der Beller Park und der Bunte Garten, aufgewertet; attraktive Parklandschaften
entstehen.

Stadtgrün Bilder: mags

Neue Staudenmischungen sollen Mönchengladbach erblühen lassen. Die mags Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR und die Stadt Mönchengladbach bepflanzen in einem Gemeinschaftsprojekt den öffentlichen
Raum. Straßenränder und Mittelinseln werden so ansehnlicher und zugleich ökologisch aufgewertet. In der warmen Jahreszeit wird die Stadt dadurch bunter. Die blühenden Stauden sorgen für mehr Qualität im Grün und für Lebensraum für Insekten, wie zum Beispiel Bienen. In einer ersten Pilotphase wird es auf einem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück im Nordpark sowie auf dem Mittelstreifen der B230 zwischen Rheydter Hauptbahnhof und Mülgaustraße bunt blühende Stauden geben.


Privateigentümer sind eingeladen, diesem Beispiel zu folgen und auch auf ihren Grundstücken Blühstreifen anzulegen.

Tagebau und Tagebaufoge(n)landschaft

Südlich des Stadtgebietes liegt das riesige Abbaugebiet des Braunkohlen-Tagebaus
Garzweiler.

Das sich durch die Landschaft bewegende Loch sorgt insbesondere in den direkt angrenzenden Ortslagen der Stadt Mönchengladbach, der Stadt Erkelenz sowie in den Gemeinden Jüchen und Titz über Jahrzehnte für Beeinträchtigungen. Diese Kommunen haben sich im Zweckverband Tagebaufolge(n) landschaft  zusammengeschlossen, um den Beeinträchtigungen langfristig zu begegnen. Planungsbüros, Bürgerinnen und Bürger haben in einer Projektwoche gemeinsam ein „Drehbuch“ erarbeitet. Es wird nun schrittweise umgesetzt und konkretisiert. Erste Maßnahme ist ein Radschnellweg, der als Grüner Ring den Tagebaurand durchzieht und sich in den Grünzügen der Kommunen fortsetzt. Auf den rekultivierten Flächen ist Raum für Landwirtschaft, ökologischen Ausgleich, aber auch für neue Formen des Wohnens, Arbeitens und Mobilität.
Somit wird Mönchengladbach in südlicher Richtung ein Stück Heimat zurückgegeben.
Bis zur endgültigen Flutung wird das verbleibende Restloch gekapert. In den Böschungsbereichen sind vielfältige Nutzungen vorgesehen.

Elektromobilität

Elektromobil in die Zukunft: Die Elektromobilität ist eine wesentliche Herausforderung, um Mönchengladbach modern aufzustellen. Der Aufgabe stellen sich die Stadt Mönchengladbach und die NEW mobil und aktiv gemeinsam.

Dabei ist Elektromobilität mehr als nur Ladeinfrastruktur für Autos. Sie umfasst auch die Infrastruktur für Pedelecs und neue Systeme für den öffentlichen Personennahverkehr.

Ziel des Green City Masterplan Elektromobilität ist es, gemeinsam innovative Lösungen und umsetzungsorientierte Projekte für eine nachhaltige, attraktive Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu entwickeln. Die Projekte sollen demnächst in enger Zusammenarbeit umgesetzt werden.

Die Erstellung des Green City Masterplan Elektromobilität wird im Rahmen des Förderprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.