Ausbildung: Verwaltungsfachangestellte*r – Öffentliche Ordnung

Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes beim Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach im Außendienst.

Die Ausbildung im Ordnungsamt dauert drei Jahre, läuft tariflich nach TVAöD und beginnt jährlich zum 1. August. Als Verwaltungsfachangestellte*r Öffentliche Ordnung verbringst du den Kern im Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst (KOS): draußen auf Streife, im direkten Bürgerkontakt, verantwortlich für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum.

Anders als in der allgemeinen Verwaltungsausbildung bleibst du drei Jahre in einem Amt und den größten Teil der Zeit nicht am Schreibtisch. Du gehst auf Menschen zu, hältst auch Gegenwind aus und bringst die Fitness für Schichten und lange Außendienste mit. Dafür bekommst du einen Beruf, in dem du abends weißt, was du getan hast. Klingt das nach dir? Dann sieh dir an, wie deine nächsten drei Jahre bei der Stadt Mönchengladbach aussehen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beginn: jährlich zum 1. August
  • Dauer: 3 Jahre – Verkürzung auf 2,5 Jahre bei guten Leistungen möglich
  • Voraussetzungen: Fachoberschulreife (mittlerer Schulabschluss) oder ein gleichwertiger Abschluss; Führerschein Klasse B
  • Gehalt (brutto): 1.368,26 € / 1.418,20 € / 1.464,02 € (1./2./3. Ausbildungsjahr)

Dazu: vermögenswirksame Leistungen, eine Jahressonderzahlung, eine Prämie von 400 € bei bestandener Abschlussprüfung, eine betriebliche Altersversorgung sowie weitere Benefits.

Dein Arbeitsalltag im Ordnungsamt

Deine gesamte Ausbildung verbringst du im Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach. Anders als in vielen Verwaltungsberufen sitzt du dabei den größten Teil der Zeit nicht am Schreibtisch, sondern wechselst zwischen vielen verschiedenen Bereichen. Hier einige Beispiele:

Der Kern deiner drei Jahre liegt im Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst (KOS). Du bist draußen unterwegs, sprichst mit Bürger*innen, schlichtest Konflikte und sorgst für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum. Kein Tag ist wie der andere – mal Kontrolle, mal Vermittlung, mal einfach ein offenes Ohr für die Menschen vor Ort.

Du lernst, wie Gewerbeanmeldungen bearbeitet werden und wer den öffentlichen Raum wofür nutzen darf – vom Straßenfest über die Außengastronomie bis zum Baugerüst auf dem Gehweg.

In der Verkehrsüberwachung und in der KFZ-Zulassungsstelle siehst du, wie Regeln im fließenden und ruhenden Verkehr durchgesetzt werden und was hinter einem Fahrzeugschein steckt.

Hier laufen die Themen zusammen, an die kaum jemand denkt: Tierschutz, Sterbefälle, Jagd- und Schornsteinfegerwesen, dazu das Controlling des Amtes. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie viele verschiedene Aufgaben unter dem Dach des Ordnungsamts zusammenlaufen – und wo dein Schwerpunkt, der KOS, darin seinen Platz hat.

So läuft die Ausbildung ab

Drei Jahre, ein Amt, zwei Lernorte: Praxis im Ordnungsamt, Theorie am Berufskolleg und am Studieninstitut.

Deine praktische Ausbildung absolvierst du durchgehend im Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach, mit dem Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst als Schwerpunkt. Über kürzere Hospitationen lernst du die weiteren Bereiche des Amtes kennen. Du läufst dabei nicht nur mit, sondern übernimmst Schritt für Schritt eigene Aufgaben.

Der schulische Teil findet am Max-Weber-Berufskolleg in Düsseldorf statt – in drei Blöcken von je rund vier Monaten –, ergänzt um Lehrgänge am Studieninstitut Niederrhein in Mönchengladbach und Krefeld. Fachlich geht es um Verwaltungs-, Ordnungs- und Sozialrecht sowie um kommunale Verwaltungsabläufe.

Nach 18 Monaten legst du die Zwischenprüfung ab, am Ende steht die Abschlussprüfung – schriftlich und praktisch.

Voraussetzungen

Für die Ausbildung zum*zur Verwaltungsfachangestellten*r Öffentliche Ordnung bist du zu Ausbildungsbeginn mindestens 18 Jahre alt und besitzt entweder die Fachoberschulreife (mittleren Schulabschluss) oder einen gleichwertigen Abschluss. Weil der Schwerpunkt im Außen- und Streifendienst liegt, brauchst du außerdem eine uneingeschränkte körperliche Fitness, den Führerschein Klasse B sowie die Bereitschaft, verbindlich Dienstkleidung zu tragen und im Schichtdienst zu arbeiten. Den Schichtdienst leistest du im Frühdienst von 8.15 bis 16.30 Uhr und im Spätdienst von 15.45 bis 24.00 Uhr.

Mitbringen solltest du Kommunikationsstärke, Durchsetzungsvermögen und die Ruhe, auch in angespannten Situationen sachlich zu bleiben.

Dein Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren läuft in zwei Stufen ab: dem Online-Test und dem Vorstellungsgespräch.

Schwerbehinderte Menschen und ihnen gleichgestellte Personen berücksichtigen wir bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt.

Passt deine Bewerbung, erhältst du eine Einladung zum Online-Test, den du innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters von zu Hause aus bearbeitest. Dieser wird durchgeführt vom Studieninstitut Niederrhein (S.I.N.N.) zusammen mit Prof. Dr. Kauffeld & Lorenzo. Rechne mit zwei bis vier Stunden. Abgefragt werden Deutsch, Mathematik, räumliches Denken, Allgemeinwissen und deine Motivation für den Beruf. Aus den Ergebnissen entsteht eine Rangliste, die über die Einladung zum Gespräch entscheidet. Der Test ist kein Wissenstest über Verwaltung – Vorkenntnisse brauchst du nicht. Ein Übungslink zeigt dir vorher, wie die Aufgaben aussehen.

Bei einem guten Testergebnis laden wir dich in die Stadtverwaltung ein. Das Vorstellungsgespräch dauert etwa eine Stunde und besteht aus einem Einzelinterview. Auf unserer Seite sitzen eine Vertretung des Ausbildungsteams, die Gleichstellungsbeauftragte sowie je ein Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung oder des Personalrates. Bei schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Bewerber*innen nimmt zusätzlich die Vertrauensperson der Schwerbehindertenvertretung teil.

Nach dem letzten Gesprächstag bewerten wir, wie alle Bewerber*innen im Vergleich abgeschnitten haben. Etwa eine Woche nach deinem Gespräch erhältst du eine Rückmeldung per E-Mail. Nach der Zusage klären wir mit dir den Ausbildungsvertrag und den Starttermin. 

Jetzt bewerben

Interesse? Bewirb dich direkt über unsere Online-Jobbörse. Alles Wichtige zum Bewerbungsprozess – von den benötigten Unterlagen bis zur Initiativbewerbung – findest du zentral unter Bewerbung.

Häufige Fragen zur Ausbildung im Ordnungsamt

Was du verdienst

Dein Gehalt richtet sich nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD). Es beträgt 1.368,26 € im ersten, 1.418,20 € im zweiten und 1.464,02 € brutto im dritten Ausbildungsjahr. Dazu kommen vermögenswirksame Leistungen von 13,29 € monatlich, eine Jahressonderzahlung in Höhe von 90 % des Novembergehalts, betriebliche Altersversorgung und eine Prämie von 400 € bei bestandener Abschlussprüfung. Wie es nach der Übernahme weitergeht, steht direkt darunter.

Nach der Übernahme wirst du in der Regel in die Entgeltgruppe 8 TVöD eingruppiert – ab 3.486,40 € brutto im Monat. Dein Gehalt steigt anschließend mit den Erfahrungsstufen und mit der Verantwortung, die du übernimmst. 

Wie deine Ausbildung abläuft

Du sorgst für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum – überwiegend draußen im Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst, im direkten Kontakt mit den Bürger*innen. Du sprichst Menschen an, kontrollierst, vermittelst und dokumentierst, was du feststellst. Wie deine Ausbildung aufgebaut ist, liest du gleich darunter.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt jährlich zum 1. August. Bei guten Leistungen kannst du auf zweieinhalb Jahre verkürzen – dafür zählen deine Leistungen in Praxis und Berufsschule.

Der Einsatzort. In der allgemeinen Ausbildung wechselst du durch mehrere Fachbereiche der Stadtverwaltung und arbeitest überwiegend am Schreibtisch. Hier bleibst du drei Jahre im Ordnungsamt und bist den größten Teil der Zeit draußen im Streifen- und Außendienst. Der Berufsabschluss ist ein ähnlicher – der Weg dorthin ein anderer.

Was nach der Ausbildung kommt

Sehr gut: Rund 90 % unserer Auszubildenden und Student*innen werden stadtweit nach erfolgreichem Abschluss übernommen, weil wir bedarfsorientiert ausbilden. Vorausgesetzt sind deine persönliche und fachliche Eignung. Bei dir ist das in der Regel der Kommunale Ordnungs- und Servicedienst, der Schwerpunkt deiner Ausbildung. Welche Wege dir danach offenstehen, steht direkt darunter.

Als Verwaltungsfachangestellte*r stehen dir über den Ordnungsdienst hinaus die Aufgabenfelder der gesamten Stadtverwaltung offen – dein Abschluss bindet dich nicht ans Ordnungsamt. Mit Fort- und Weiterbildungen kannst du dich fachlich wie persönlich weiterentwickeln.