Städtische Gesamtstrategie

Wie stellt sich Mönchengladbach  für die Zukunft auf?

Mönchengladbach ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Die 44 Stadtteile stehen für unterschiedliche Stärken, gewachsene Identitäten und viel Engagement vor Ort. Diese Vielfalt ist eine Stärke und zugleich ein Auftrag: Zukunftschancen sollen in der ganzen Stadt spürbar werden.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss Stadtentwicklung heute unter veränderten Bedingungen gestaltet werden. Wirtschaftlicher Strukturwandel, Klimawandel, Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen und begrenzte finanzielle Spielräume wirken gleichzeitig auf die Stadt ein.
 

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Kennzahlen zur Städtischen Gesamtstrategie: Seit 2021 verfügt Mönchengladbach über eine Städtische Gesamtstrategie. Am 15. Juli 2026 beschloss der Rat ihre Fortschreibung. Die nächste Fortschreibung ist für 2030 vorgesehen. Die Strategie umfasst 10 Handlungsfelder und 38 strategische Ziele.

Warum braucht Mönchengladbach eine Gesamtstrategie?

Wasserturm Mönchengladbach

© Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH (MGMG)

Kommunales Handeln ist komplexer geworden. Viele Fachthemen hängen eng zusammen: Wohnen, Bildung, Mobilität, Klimaschutz, Ordnung und Sicherheit, Stadtentwicklung, Verwaltung und Finanzen beeinflussen sich gegenseitig.

Gleichzeitig müssen finanzielle und personelle Ressourcen wirksam eingesetzt werden. Die Erwartungen an Transparenz, Verlässlichkeit und Umsetzungsfähigkeit steigen.

Einzelne Fachstrategien und Programme bleiben wichtig. Für sich allein reichen sie aber nicht aus. Die Städtische Gesamtstrategie bildet ein gemeinsames Dach: Sie führt Entwicklungen zusammen, macht Prioritäten sichtbar und richtet Maßnahmen stärker an den gesamtstädtischen Zielen aus.

Ziel ist eine integrierte, datenbasierte und prioritätenorientierte Steuerung der Stadtentwicklung. So wird städtisches Handeln nachvollziehbarer – für Bürgerinnen und Bürger, für Politik und für Verwaltung.


Was bedeutet strategisches Handeln?

Strategisches Handeln heißt: Wir fragen nicht nur, welche Ziele wir erreichen wollen. Wir prüfen auch regelmäßig, ob wir die richtigen Maßnahmen ergreifen und ob diese Maßnahmen tatsächlich dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen.


So funktioniert strategisches Handeln

Vierstufiger Strategieprozess der Städtischen Gesamtstrategie: 1. Herausforderungen erkennen – Was verändert sich? Wo entsteht Handlungsbedarf? 2. Ziele setzen – Welche Entwicklung soll Mönchengladbach nehmen? 3. Maßnahmen umsetzen – Welche Projekte und Vorhaben zahlen auf die Ziele ein? 4. Wirkung prüfen – Was verbessert sich? Wo müssen wir nachsteuern?

Wo wird strategisches Handeln im Alltag sichtbar?

Die Städtische Gesamtstrategie wirkt nicht nur in Konzepten und Beschlüssen. 
Sie wird dort sichtbar, wo Entscheidungen den Alltag der Menschen in Mönchengladbach berühren.



In Schulen, Kitas und Sporthallen
wenn Gebäude saniert, erweitert oder neu gebaut werden und bessere Lern-, Betreuungs- und Bewegungsorte entstehen.


Im eigenen Stadtteil
wenn Quartiere lebenswerter werden, Grünflächen aufgewertet, Wege verbessert oder Treffpunkte gestärkt werden.


Bei Bildung und Betreuung
wenn Kita-Plätze, Ganztagsangebote, Schulstandorte oder Übergänge in Ausbildung und Beruf weiterentwickelt werden.


Bei Klima und Umwelt
wenn mehr Grün entsteht, Starkregenvorsorge verbessert, Flächen bewusster genutzt oder Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden.


Im öffentlichen Raum
wenn Sauberkeit, Sicherheit, Aufenthaltsqualität und ein gutes Miteinander gestärkt werden.


Beim Kontakt mit der Verwaltung,
wenn Dienstleistungen einfacher, digitaler, schneller oder serviceorientierter werden.


Beim Umgang mit städtischem Geld
wenn Prioritäten klarer gesetzt und Mittel gezielt für wichtige Zukunftsaufgaben eingesetzt werden.


Strategisches Handeln bedeutet dabei: Maßnahmen werden stärker an gesamtstädtischen Zielen, nachvollziehbaren Kriterien und erwarteten Wirkungen ausgerichtet.
 


Wie ist die Städtische Gesamtstrategie aufgebaut?

Seit 2021 nutzt die Stadt Mönchengladbach eine Städtische Gesamtstrategie als Orientierungsrahmen. 2026 wurde sie umfassend fortgeschrieben und aktualisiert. Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat die Fortschreibung am 15. Juli 2026 beschlossen.

Die Handlungsfelder bilden den inhaltlichen Kern der Städtischen Gesamtstrategie. Sie ordnen die Themen, die für die Zukunft Mönchengladbachs besonders wichtig sind, und machen sichtbar, wo die Stadt in den kommenden Jahren Schwerpunkte setzt.


Stadt auf die Zukunft und den Strukturwandel ausrichten

  • Soziale Teilhabe im gesamten Stadtgebiet stärken
  • Wohnraum für alle entwickeln
  • Bildungserfolge verbessern
  • Nachhaltigkeit, Umwelt & Klimaschutz bei Stadtentwicklung und kommunalen Handeln priorisieren
  • Zukunftsorientierte Mobilität schaffen
  • Wirtschaftsstandort auf Wertschöpfung & Wirtschaft 4.0 ausrichten
  • Ordnung, Sicherheit & Bevölkerungsschutz stärken
  • Identität stärken

Die Städtische Gesamtstrategie bündelt ihre Zukunftsthemen in 10 Handlungsfeldern.

Für jedes Handlungsfeld werden strategische Ziele, gewünschte Wirkungen und messbare Indikatoren beschrieben. So wird nachvollziehbar, welche Veränderungen angestrebt werden und woran Fortschritte gemessen werden.


Verwaltung auf die Zukunft ausrichten

  • Moderne Verwaltung weiterentwickeln

Voraussetzung: Finanzieller Handlungsspielraum

  • Finanzielle Stabilität und Investitionsfähigkeit herstellen und sicher

Mit Daten aktiv die Zukunft gestalten

Die Gesamtstrategie ist nicht nur ein programmatisches Dokument. Sie ist ein Instrument strategischer Steuerung.

Dafür braucht die Stadt eine belastbare Grundlage. Kennzahlen und Analysen helfen, Entwicklungen einzuordnen und Prioritäten nachvollziehbar zu setzen. So werden Fortschritte sichtbar und Entscheidungen erhalten eine bessere Grundlage.

Die Stadt arbeitet dabei konsequent datenbasiert. Daten ersetzen keine politischen Entscheidungen. Sie schaffen aber eine gemeinsame Grundlage, um Entscheidungen transparenter zu treffen und Maßnahmen stärker an ihrer Wirkung für Mönchengladbach auszurichten.


Zeitleiste zur Entwicklung der Städtischen Gesamtstrategie: 2021 Beschluss der ersten Städtischen Gesamtstrategie. 2026 Fortschreibung und Aktualisierung, beschlossen vom Rat am 15. Juli 2026. Laufend werden Fortschritte sichtbar gemacht, überprüft und weiterentwickelt. Die nächste Fortschreibung ist für 2030 vorgesehen.

Eine Strategie, die mit der Stadt wächst

Die Städtische Gesamtstrategie ist kein starres Papier. Neue fachliche Erkenntnisse, datenbasierte Analysen und politische Schwerpunktsetzungen zeigen regelmäßig, wo Ziele geschärft, ergänzt oder neu gewichtet werden müssen.

Die Fortschreibung 2026 richtet den Blick auf das Jahr 2030. Die nächste Fortschreibung ist für 2030 vorgesehen. Bis dahin werden Ziele, Maßnahmen und Erkenntnisse aus der regelmäßigen Überprüfung der Fortschritte kontinuierlich miteinander abgeglichen und bei Bedarf weiterentwickelt.

Titelseite der Broschüre „Städtische Gesamtstrategie 2026–2030“ der Stadt Mönchengladbach mit einer Fotografie des Mönchengladbacher Münsters.

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Die vollständige Städtische Gesamtstrategie steht hier als PDF zum Download bereit. Sie enthält die Handlungsfelder, strategischen Ziele, Wirkdimensionen und Indikatoren der Stadt Mönchengladbach.

 

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PDF | Stand: Juli 2026 | Fortschreibung beschlossen am 15. Juli 2026 | 2,81 MB